Open Data-Aktivisten visualisieren Entwicklungshilfe

Publishing Einen Überblick über die Zahlungen der deutschen Entwicklungshilfe zu erhalten war bislang kaum möglich. Die Open-Data-Aktivisten der Open Knowledge Foundation ändern dies nun. So haben sie ein Portal gestartet, auf dem sie die Finanzflüsse der deutschen Entwicklungszusammenarbeit grafisch aufbereiten. Die Seite könnte für Journalisten Ansatzpunkt für interessante Recherchen sein. Lob kommt sogar vom Ministerium, das nachziehen will. Es wäre nicht das erste Mal.

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Bei der Umsetzung ihres Projektes, hatten die Macher von offene-entwicklungshilfe.de. mit einigen Unwegbarkeiten zu kämpfen. Denn die entsprechen Daten waren nicht immer sehr einfach zu bekommen.
Grund genug für sie, die Finanzflüsse der Entwicklungshilfe selbst grafisch aufzubereiten. "106.780 Projekte deutscher Entwicklungshilfe auf einen Blick" – mit dieser Zeile beschreiben die Macher das neue Portal. Besucher können hier die Zahlungen der Entwicklungshilfe nach Ländern oder Schwerpunkten interaktiv betrachten. Auch Trends sind einsehbar. Die Open Knowledge Foundation ruft die Besucher der Seite auf, die Anwendungen zu nutzen, um eigene Analysen zu betreiben. Und tatsächlich könnte sich das Portal für interessierte Bürger wie auch professionelle Journalisten als nützliches Recherchetool erweisen.
Ähnlich wie jetzt im Fall der Entwicklungshilfe war die Open Knowledge Foundation bereits beim deutschen Bundeshaushalt vorgegangen, den sie seit 2010 auf ähnliche Weise darstellt. Das Finanzministerium hat in der Folge reagiert und präsentiert den Haushalt mittlerweile selbst unter bundeshaushalt-info.de in interaktiver Form.
So könnte es nun im Fall der Entwicklungshilfe kommen: Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) teil gegenüber MEEDIA mit: "Das BMZ begrüßt jeden konstruktiven Beitrag, Entwicklungspolitik in die Mitte der Gesellschaft zu tragen und über die deutsche Entwicklungszusammenarbeit zu informieren." Man arbeite im Ministerium jedoch an einer eigenen Website: "Das BMZ erstellt derzeit ein eigenes Online-Angebot, das nicht nur länder- oder sektorenspezifische Informationen, sondern auch eine projektgenaue Abbildung der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit ermöglichen soll."

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