G+J testet neues Food-Magazin Deli

Publishing Am 8. Oktober bringt Gruner + Jahr ein neues Food-Magazin an die Kioske: Deli heißt das 132 Seiten-Heft, das zunächst einmalig für 2,50 Euro verkauft wird. Bei Erfolg will der Verlag das Heft ab 2013 regelmäßig erscheinen lassen. Mit Deli will Gruner + Jahr nach eigener Aussage "junge, koch- und genussfreudige Frauen" erreichen. Dafür sollen Elemente klassischer Food-Zeitschriften mit denen von Lifestyle-Magazinen verbunden werden. Ein Konzept, dass gerade nicht nur die Hamburger testen.

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"Wir treffen uns in der Küche", lautet der Claim des neuen Magazins, dass in seiner Testausgabe eine Auflage von 150.000 Exemplaren haben wird. Deli soll sich vorwiegend an berufstätige Frauen zwischen 20 und 45 richten, die gerne unkompliziert kochen wollen. Alexander Schwerin, Verlagsleiter von G+J Life, beschreibt wohin die Reise gehen soll: "Es geht bei Deli darum, mit Freunden und für Freunde zu kochen: Immer besonders, niemals langweilig oder mühsam. Die Marke fügt sich in einen jungen Lebensstil ein, ist Inspiration, Genuss und Lebensfreude." Die Rezepte im Heft seien einfach, machbar und schnell.
Hinzu sollen Reise-Reportagen und Portraits kommen. Auch Service-Themen und Produktvorstellungen werden im Heft ihren Platz bekommen. Das Design wird leicht und detailverliebt sein. Handschriftliche Kommentare sollen ein Beispiel dafür sein, wie sich Deli von anderen Magazinen unterscheiden will.
Mit Deli ergänzt Gruner + Jahr seine Food-Sparte, zu der bereits Angebote wie Chefkoch.de, Beef! und Essen & Trinken gehören. Das Team hinter letztgenannten zeichnet sich auch für die Entwicklung von Deli verantwortlich. Auf die Kompetenzen von Essen & Trinken werde Deli auch weiterhin zurückgreifen, gab der Verlag bekannt. Auch der Chefredakteur ist der gleiche: Stephan Schäfer verantwortet das Blatt, was somit bereits das sechste ist, das er aktuell als Chefredakteur betreut. Von der Essen & Trinken bringt Schäfer auch seine Stellvertreter Clemens von Luck und Elisabeth Herzel mit.
Damit kopiert Schäfer ein Konzept, das im Fall von Couch bereits erfolgreich war. Diesen Titel entwickelte er auf ähnliche Weise aus der ebenfalls von ihm geleiteten Redaktion von Schöner Wohnen heraus, das er so um eine Marke mit jüngerem Zielpublikum erweiterte, auch wenn Couch keine klassiche Line-Extension ist. So soll es auch bei Deli sein. Das Heft wird als eigenständige Marke erscheinen. Zum Redaktionsteam werden neben Redakteuren auch Köche und Lifestyle-Experten gehören. Am zeitgleich zum Heft startenden Online-Auftritt wirken Food-Blogger mit.
Auch wenn Gruner + Jahr schreibt, dass Deli der erste Titel seiner Art ist, erinnert das Konzept zumindest in Teilen an das vor kurzem veröffentlichte Magazin Treat aus dem Burda-Verlag. Das größtenteils von den Schülern der eigenen Journalistenschule umgesetzte Blatt verbindet ebenfalls die Themen Essen und Lifestyle. Auch hier ist zunächst nur eine Ausgabe geplant, bei Erfolg könnte es jedoch eine Fortsetzung geben. In den kommenden Monaten muss sich also zeigen, ob es einen Markt für kombinierte Food- und Lifesytle-Magazine gibt.

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