Zoom.In: der unbekannte Web-Video-Riese

Publishing Kennen Sie Zoom.In? Das sollten Sie: 300 Millionen Videos werden jedes Jahr über die Webseite abgerufen, über zwei Milliarden Video-Impressions plattformübergreifend vermarktet. Das niederländische Unternehmen ist laut eigener Aussage der größte Produzent von Online-Video-News in Europa: mit 200 Beiträgen täglich in zehn Ländern auf über 1500 Webseiten in elf Ländern. Möglich machte den Erfolg eine ungewöhnliche Kooperationsphilosophie und die enge Verknüpfung von Produktion, Vermarktung und Vertrieb.

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Denn die Massen an Content liefern 120 Partner weltweit. Damit bestückt das Portal wiederum seine Kategorien, die vor allem auf die Vorlieben der Web-Community abgestimmt zu sein scheinen. Neben nationaler und internationaler Berichterstattung haben Nutzer Zugirff auf Clips aus den Segmenten Sport, Boulevard, Film & Musik, Spiele, Finanzen, Auto, Rennsport, Crime, Gadgets, Mode und einige mehr. So stammen die Videos, die allesamt online auf der Seite abrufbar sind, beispielsweise von Associated Press, United Pictures, sind eigenproduziert oder stammen aus den YouTube-Kanälen der angedockten Partner.

Schon 2002 gegründet

Denn tatsächlich kann jeder Teil des Videonetzwerks von Zoom.In werden. Wer mindestens 15 Videos im eigenen YouTube-Channel vorliegen hat und permanent neuen Content liefert, hat gute Chancen aufgenommen zu werden. Zoom.In hat Zugriff auf den Content und kann diesen Content wiederum vermarkten. Wird ein Video gut geklickt, bekommt der Partner seinen Anteil.

Hinter Zoom.In steckt Jan Riemens, Jahrgang 1966, der die Plattform schon 2002 ins Leben rief. Der Niederländer machte sich in den Neunzigern einen Namen Finanznachrichtensendern, um dann Zoom.In TV gemeinsam mit Bram Bloemberg zu gründen. Zwölf Jahre später ist Zoom.in in 15 Ländern und 14 Sprachen aktiv. Der Fokus liegt aktuell im europäischen Raum, aber auch in Kanada und Brasilien ist Zoom.in tätig. Der Videoexperte beliefert mehr als 2000 Plattformen in Europa mit Newscontent und generiert damit europaweit mehr als 80 Millionen Unique Visitor im Monat.

Produktion, Kooperation, Vermarktung und Distribution aus einer Hand

Im Bereich Vermarktung bietet Zoom.in Werbetreibenden eine Plattform mit rund 7,5 Millionen Unique Usern. Für die stehen Pre-roll Commercials, Programmsponsoring und anderen Werbeformen zur Verfügung, mit denen sich der Anbieter die Marktführerschaft erarbeitet hat. Ein Grund für den Erfolg dürfte in der Struktur des Unternehmens liegen. Zoom.In produziert nicht nur Filme, sondern kauft sie auch ein oder beteiligt YouTube an den Erlösen. Das Material wird dann auf der eigenen Webseite zum Abruf freigegeben, aber auch an Webseiten mit Bewegtbildangebot verkauft. Dafür bietet Zoom.In auch diverse Player. Sogenannte Chief-Editors für Großbritannien und Kanda, Frankreich, Deutschland und Spanien sorgen dafür, dass stetig aktuelle Beiträge im Angebot sind. Die Massen an Videos werden wiederum von Zoom.In und Partnern vermarktet.

Das Angebot gleicht einem Gemischtwarenladen: Vom Bananenschäl-Ratgeber bis zu aktuellen Politikstücken ist alles dabei. Das breitgefächerte Spektrum bietet für jeden Geschmack etwas, die News-Clips sind professionell produziert, die eingebundenen YouTube-Videos sind kurzweilig. Alle Clips lassen sich auf anderen Seiten einbauen, dadurch steigert Zoom.In seine Reichweite. Wer eine Content-Partnerschaft mit den Niederländern abschließt, bekommt Zugriff auf ein Content-Management-System, über das man auf die einzelnen Clips zugreifen kann.

Am Mittwoch gab das Unternehmen bekannt, künftig mit der Springer-Tochter Aufeminin.com und dem Schweizer Onlinevermarkter Stailamedia zu kooperieren. Beide Partner werden die Distribution und Vermarktung von Zoom.in Videos auf verschiedenen Plattformen übernehmen. Beide Partnerschaften sind zunächst auf ein Jahr angelegt.

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