iPhone 5: Apples gigantischer China-Joker

Die Spekulationen schießen über, nachdem Apple "nur" fünf Millionen iPhone 5 am ersten Wochenende verkauft hat. Wie viel werden es bis Ende September, wie viel im Weihnachtsquartal sein? Knackt die Apple die magische 50 Millionenmarke zwischen Oktober und Dezember, wenn das iPhone bis dahin in 100 Ländern verkauft wird? All das scheint relativ: Denn den ganz großen Wachstumsschub dürfte Apple erst im kommenden Jahr erleben, wenn endlich der größte Provider im größten aller Märkte das iPhone vertreiben könnte.

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Die Spekulationen schießen über, nachdem Apple "nur" fünf Millionen iPhone 5 am ersten Wochenende verkauft hat. Wie viel werden es bis Ende September, wie viel im Weihnachtsquartal sein? Knackt die Apple die magische 50 Millionenmarke zwischen Oktober und Dezember, wenn das iPhone bis dahin in 100 Ländern verkauft wird? All das scheint relativ: Denn den ganz großen Wachstumsschub dürfte Apple erst im kommenden Jahr erleben, wenn endlich der größte Provider im größten aller Märkte das iPhone vertreiben könnte.
Gene Munster hatte wieder einmal als Erster die passenden Worte gefunden: "Das iPhone ist die Rolex der Smartphones", so das abschließende Urteil des Staranalysten der Investmentbank Piper Jeffrey nach dem Launch in der vergangenen Woche. 
Keine Frage: Die Rolex unter den Smartphones bleibt extrem begehrt, doch wie es sich für Luxusartikel gehört, übersteigt die Nachfrage schon mal das Angebot. So geschehen am vergangenen Wochenende, als "nur" 5 Millionen verkaufte iPhone 5 vermeldet wurden, und die Enttäuschung bei Analysten und vor allem hysterischen Medienberichten schon wieder groß war.
China-Launch: Nach dem Boom könnte vor dem Boom sein
Seitdem rechnen sich Analysten die Köpfe hieß. Wie viele iPhones wird Apple wohl bis zum Monatsende verkaufen und damit welches Quartalsergebnis erzielen? Und wie sieht es erst zwischen Oktober und Dezember aus, dem wichtigsten Quartal des Jahres? Bis zu 50 Millionen iPhones könnte Apple in dem Dreimonatszeitraum absetzen, glauben einige Analysten.
Doch was kommt eigentlich dann, nachdem Apple seine große Trumpfkarte in 100 Ländern dieser Erde gespielt hat – der große Einbruch nach dem Weihnachtsboom? Mitnichten: Nach dem Boom könnte vor dem Boom sein. Vor dem ganz großen Boom im größter aller Märkte beim größter aller Anbieter. 
Warten auf China Mobile
Wo er stattfindet? In China, dem gewaltigsten Wachstumsmarkt der Welt, in der Boombranche Mobilfunk, die inzwischen mehr als eine Milliarde Nutzer kennt. Mehr als 680 Millionen davon vertrauen den Diensten von China Mobile, dem mit Abstand größten Provider des Landes. 
Was der mit dem iPhone zu tun hat? China Mobile vertreibt es noch nicht. Seit Jahren soll sich ein möglicher Launch hinziehen, der abwechselnd – oder wohl gleichermaßen – an dem technischen Voraussetzungen und staatlichen Hindernissen scheitert. 
China Mobile könnte 27 Millionen Neukunden bringen
Glaubt man dem gewöhnlich gut informierten Finanzinformationsdienst CNBC, soll mit iPhone 5 nun alles anders sein. Die sechste Generation von Apples Smartphone-Bestseller unterstützt nämlich den 3G-Frequenzstandard von China Mobile. Wenn nur vier Prozent der Kunden, die die Investmentbank HSBC für realistisch hält, zum iPhone 5 greifen, kann sich Apple über mehr als 27 Millionen Neukunden freuen. 
"Das würde einen bedeutenden Zuwachs der Verkäufe in China nach sich ziehen", merkt Analyst Tucker Grinnan trocken an. Tatsächlich lägen die Absätze durch China Mobile damit über denen des vergangenen Quartals weltweit.  Dass China Apples aggressivste Zukunftswette ist, machen bereits kleine Details in der Produktplanung deutlich: Seit vergangener Woche spricht Siri mit dem Rollout von Apples Betriebssystem iOS 6 auch Mandarin. 

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