Googles Maps-Triumph: „Nimm das, Apple!“

Die Festtage in Mountain View gehen weiter: In der Woche des vierzehnjährigen Firmenjubiläums kann sich Google nach dürren Jahren an der Börse endlich wieder über neue Allzeithochs freuen. Und mit einer Portion Schadenfreude über das totale Maps-Debakel des großen Rivalen Apple. Wie Chairman Eric Schmidt am Rande eines Tablet-Launches in Japan bemerkte, hätte Apple gut daran getan, an Google Maps festzuhalten. Eine eigenständige App-Version für iOS stünde alles andere als vor einem Start.

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Die Festtage in Mountain View gehen weiter: In der Woche des vierzehnjährigen Firmenjubiläums kann sich Google nach dürren Jahren an der Börse endlich wieder über neue Allzeithochs freuen. Nicht unwesentlichen Anteil hat daran das totale Maps-Debakel des großen Rivalen Apple. Wie Chairman Eric Schmidt am Rande eines Tablet-Launches in Japan bemerkte, hätte Apple gut daran getan, an Google Maps festzuhalten. Eine eigenständige App-Version für iOS stünde alles andere als vor einem Start.
Es sollte ein Witz sein. Aber wie das so mit Witzen ist: Oft er ist nur eine bessere Verkleidung für etwas, was direkt zu formulieren die Konventionen verbietet. Eric Schmidts Witz lautet: "Nimm das, Apple!" Formuliert gestern beim Launch des Nexus 7 in Japan. 
So klingen verschmitztste Seitenhiebe von Eric Schmidt. Und wer will sie dem langjährigen Google-CEO und heutigen Chairman nach Jahren der Fehden mit Steve Jobs auch verdenken. Statt des "thermonuklearen Krieges", der im Juni mit der Ankündigung eines eigenen Kartendienstes auf allen iOS-Geräten herauf zu ziehen schien, kann sich Google wenige Tage nach dem Rollout der Apple Maps nun vermeintlich über einen 400-jährigen Vorsprung freuen. 
Eric Schmidt triumphiert: "Es wäre besser gewesen, Apple hätte unser Angebot behalten"
Tatsächlich: Die Apple Maps sind ein Desaster, das in diesen Dimensionen das "Antennagate" oder den schwachen Onlinedienste MobileMe und Ping wie eine Fußnote erscheinen lassen. 
Und anders als am Wochenende spekuliert wurde, scheint Google keinesfalls gewillt zu sein, Apple aus dieser eigenen Misere herauszuhelfen, in dem es Google Maps als eigenständige App im AppStore zum Download anbietet. "Wir haben noch gar nichts gemacht", stellte Schmidt klar, wie Reuters berichtet.  
Vielmehr weist Eric Schmidt genüsslich auf die bemerkenswerte Fehleinschätzung Apples hin, die seit fünf Jahren vorinstallierte Google-App gegen den vollkommen unausgereiften eigenen Kartendienst auszutauschen: "Wir glauben, es wäre besser gewesen, wenn sie unser Angebot behalten hätten, aber was weiß ich schon?" erklärte der Google-Chairman Journalisten. "Was hätten wir machen sollen: Sie zum Umdenken zwingen? Es war ihre Entscheidung." 
Maps-Desaster: Apple vernichtet Milliarden Börsenwert, Google springt auf neue Allzeithochs
Damit bringt der langjährige Google-CEO Licht ins Dunkel der Spekulationen um den Austausch der Kartendienste, über den sich seit der Entwicklermesse WWDC Mythen rankten. Wie das US-Blog The Verge berichtet, ist Apple überraschend aus dem Vertrag ein Jahr vor Ablauf ausgestiegen, weil der iPhone-Hersteller mit der Google iOS-Version nicht zufrieden war und sich die Verhandlungen schwierig gestaltet hätten. Google konterte bekanntermaßen wenige Tage vor der WWDC mit einem Ausblick auf die nächste Maps-Generation
Anleger haben unterdessen zur Abwesenheit von Google Maps auf Apples neuem mobilen Betriebssystem eine klare Meinung: In den vergangenen zwei Tagen verlor die Apple-Aktie 27 Dollar oder 25 Milliarden Dollar an Börsenwert, während Anteilsscheine von Google auf neue Allzeithochs zischten und dabei in der Spitze 35 Dollar an Wert gewannen. Ein klareres Urteil hat die Wall Street selten gesprochen. 

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