Kachelmann: Etappensieg gegen Schwarzer

Publishing Noch immer ist der Kachelmann-Prozess und die Berichterstattung über ihn nicht umfassend aufgearbeitet. Noch immer sind Verfahren anhängig. So sollte am Dienstag das Oberlandesgericht Köln über zwei Berufungen des Emma-Verlages entscheiden. Alice Schwarzer zieht nun beide Berufungen zurück, um stattdessen die Durchführung eines Hauptsacheverfahrens zu prüfen. Klingt nach Rückzieher, soll aber wohl gewährleisten, dass die Publizistin den Instanzenweg ausschöpfen könne.  

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In beiden Verfahren war Kachelmann mit einstweiligen Verfügungen gegen Schwarzer vorgegangen. In dem einen Fall ging es um eine Glosse (Emma 1/2012), in der „einvernehmlicher Sex“ und „Unschuldsvermutung“ zum „Unwort des Jahres“ vorgeschlagen wurden. Laut Emma hatte der Wetter-Unternehmer daraufhin wegen einer Formulierung eine einstweilige Verfügung gegen den Verlag und Alice Schwarzer erwirkt. Die EV wurde vom OLG Köln bestätigt. Daraufhin hatte der Verlag Berufung eingelegt.

Im zweiten Fall geht es laut Pressemitteilung um Interview-Äußerungen in einem Gespräch mit SWR1 zur Urteilsbegründung des Mannheimer Gerichtes, das Kachelmann freigesprochen hatte. Der ehemalige TV-Moderator hätte eine einstweilige Verfügung erwirkt, mit der Schwarzer eine bestimmte Formulierungen verboten worden wäre. Auch in diesem Fall hatte das Landgericht Köln die EV bestätigt und der Emma-Verlag später Berufung eingelegt.

Wann sich Schwarzer und ihre Anwälte entscheiden, in ein Hauptsacheverfahren einzusteigen, ist noch unklar.

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