Matt Waite und das Lob der Drohne

Publishing "Drohnen werden viele unbeantwortete Fragen aufklären", sagt Matt Waite, ein 37-Jähriger Universitätsprofessor aus Nebraska. Waite ist Chef des Drone Journalism Lab, das Einsatzmöglichkeiten für Drohnen bei der Recherche erforscht. Beim Scoopcamp gab Waite einen kleinen Einblick in seine Arbeit. Ist Drohnen-Journalismus gefährlich, lautete eine Frage an ihn. Seine Antwort: Fotografie galt am Anfang auch als Gefahr.

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Waite entdeckte den Nutzen von Drohnen bei der Berichterstattung über die Hurricane-Saison in seinem Heimatstaat. Waite war über zehn Jahre Reporter, bevor er als Dozent an die Universität wechselte. Sein Dekan sagte Waite, als er seine Idee eines Drone Journalism Lab vorstellte: Mach mal.

Der Haken an der Sache ist noch: Drohnen dürfen für kommerzielle Zwecke in den USA höchstens ab 2015 eingesetzt werden, in Europa vielleicht drei bis fünf Jahre später. Beispielsweise in Spielzeug- oder Elektronikgeschäften können die Fluggeräte für einige hundert Euro gekauft werden – für den Privatgebrauch. Unsachgemäßer Einsatz könne Drohnen-Flieger "in große Probleme" bringen. Grundsätzlich sei eine fliegende Drohne nichts viel anders als ein Helikopter, der von Zeitungen oder TV-Sendern gebucht werde, um eine Szene von oben zu filmen.

Beispielsweise bei der Reaktorkatastrophe in Fukushima wäre eine Drohne von unschätzbarem Wert gewesen. Aber was passiert, wenn nicht eine Drohne in der Luft ist, sondern gleich 30 oder mehr? Und es nicht auf havarierte Reaktoren, sondern auf nackte Promis abgesehen haben? Was passiert, wenn ein solches Flugobjekt bei einem Fußballspiel auf den Kopf eines millionenschweren Spielers knallt? Hier stellten sich neue Fragen der Ethik, des Schutzes der Privatsphäre. Die Busen-Fotos von Kate Middleton seien seiner Einschätzung nach entgegen anderslautender Gerüchte nicht von einer Drohne gefilmt worden.

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