Fünf Millionen Euro Abfindung für Buchholz

Publishing Der ehemalige G+J-Vorstandschef Bernd Buchholz kassiert für sein Ausscheiden eine Abfindung in Höhe von fünf Millionen Euro. Das berichtet das manager magazin. Der 50-Jährige hatte Ende August zunächst seinen Sitz im Vorstand des Mutterkonzerns Bertelsmann niedergelegt, zwei Wochen später war er auch als CEO ausgeschieden. Auf den langjährigen Vorstand, der seit 2009 auch das Gesamtgeschäft verantwortete, folgte Julia Jäkel als Deutschlandchefin. Der Vorstandsvorsitz wurde nicht nachbesetzt.

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Auslöser des Führungsstreits war ein Artikel im manager magazin, das in seiner Septemberausgabe über eine tiefgreifende Unzufriedenheit der Gütersloher mit dem Hamburger Statthalter und einem zerrütteten Verhältnis zwischen Buchholz und dem seit Jahresbeginn amtierenden Bertelsmann-Vorstandschef Thomas Rabe berichtet hatte. Rabe, so das manager magazin weiter, strebe zudem an, die Anteile der Familie Jahr komplett zu übernehmen, um die volle Kontrolle über die Zeitschriften-Dependance zu erhalten. In einer Stellungnahme bestätigte der Konzern seinerzeit Verhandlungen mit der Jahr-Familie, kommentierte die den Güterslohern zugeschriebene vernichtende Kritik jedoch nicht.
Bei der jetzt vereinbarten Einmalzahlung fiel ins Gewicht, dass sich Bertelsmann und Buchholz erst im vergangenen Herbst auf eine Vertragsverlängerung geeinigt hatte, die zum Jahreswechsel mit einer Fünfjahresfrist in Kraft trat. Deshalb war nach der Trennung sogar über eine Abfindung von mehr als zehn Millionen Euro spekuliert worden, da Buchholz angeblich ein Jahressalär von drei Millionen Euro hatte. Wie es in dem Bericht weiter heißt, könnte der ausgeschiedene CEO im Gegenzug "recht schnell bei einem Konkurrenten anheuern, weil das Wettbewerbsverbot kurz ist".

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