iPhone 5-Boom: Apple-Aktie bei 700 Dollar

Tech Der Höhenflug geht weiter: Entgegen dem Marktrend hat die Apple-Aktie gestern weiter im Sog des iPhone 5-Launches zugelegt. Nach Bekanntgabe der ersten Verkaufszahlen für Apples sechste Smartphone-Generation ist klar: Das iPhone 5 wird der erwartete Bestseller. Die Apple-Aktie nimmt daraufhin Kurs auf eine neue Rekordmarke – die 700 Dollar-Schwelle. Nach Handelsschluss fällt auch diese Schallmauer. Analysten passen unterdessen ihre Schätzungen für das September-Quartal an.

Werbeanzeige


Der Höhenflug geht weiter: Entgegen dem Marktrend hat die Apple-Aktie gestern weiter im Sog des iPhone 5-Launches zugelegt. Nach Bekanntgabe der ersten Verkaufszahlen für Apples sechste Smartphone-Generation ist klar: Das iPhone 5 wird der erwartete Bestseller. Die Apple-Aktie nimmt daraufhin Kurs auf eine neue Rekordmarke – die 700 Dollar-Schwelle. Nach Handelsschluss fällt auch diese Schallmauer. Analysten passen unterdessen ihre Schätzungen für das September-Quartal an. 
Apples einsamer Lauf an der Spitze geht in die nächste Runde: Nach einem Kursplus von weiteren 8,50 Dollar konnte sich der wertvollste Konzern der Welt gleich wieder über mehrere neue Bestmarken freuen: Erstmals war Apple mehr als 650 Milliarden Dollar wert.
Tatsächlich waren es am Ende sogar 656 Milliarden Dollar – ein unerreichter Börsenwert, nach dem Apple sogar mehr wert ist als die Nummer zwei, Exxon Mobil, und Internetplatzhirsch Google zusammen genommen.
Die 700-Dollarmarke fällt nachbörslich
Doch augenscheinlich noch bemerkenswerter ist bei Apples Gipfelsturm, der die Aktie seit Januar hat bereits um 73 Prozent steigen lassen, der Durchbruch durch eine weitere Schallmauer. Nach der 500-, 600- fiel nun auch die 700-Dollarmarke – und das alles im Kalenderjahr 2012.
Bei 699,78 Dollar blieb die Apple-Aktie noch zum Handelsschluss stehen, nachdem sie im Tageshochs nur acht Cents höher gelegen hatten. Der finale Schub über die 700-Dollarmarke gelang Apple schließlich nach Handelsschluss: Bei 701,90 Dollar gingen die Anteilsscheine des Techpioniers aus dem verlängerten Handel.
Kurstreiber iPhone 5-Verkäufe
Treiber der nächsten Aufwärtsbewegung an einem leicht schwächeren Handelstag war erneut das in der vergangenen Woche vorgestellte iPhone 5. Apple bestätigte gestern, was US-Technologie-Blogs bereits am Freitag vermeldet hatten: Binnen der ersten 24 Stunden gingen bei Apple mehr als zwei Millionen Vorbestellungen ein.
„Die Vorbestellungen für das iPhone 5 haben den bisherigen Rekord vom iPhone 4S pulverisiert, und das Feedback unserer Kunden ist phänomenal,“ freute sich Marketingchef Phil Schiller.  Im Vorjahr gingen am Erstverkaufstag beim iPhone 4S eine Million Bestellungen ein – beim Vor-Vorgänger iPhone 4 waren es noch 600.000 Orders.
iPhone 5-Launch rettet September-Quartal
Und eine weitere Orderschwemme ist bereits sicher. Nur eine Woche nach dem Verkaufsstart, der an diesem Freitag in neun Ländern erfolgt, kommen weitere 22 Nationen in den Genuss von Apples sechster Smartphone-Generation. So schnell hat Apple sein neues iPhones noch nie ausgeliefert.
Der umfassende weltweite Launch kommt nicht von ungefähr. Apple-CEO Time Cook, als operatives Genie bekannt, konnte sich nach der schwachen Juni-Bilanz nicht noch einen weiteren Qurtalsflop leisten. Entsprechend ist der iPhone 5-Launch terminiert: Durch den Verkaufsstart am 21. September bleiben acht Verkaufstage in den neun wichtigsten Märkten der westlichen Welt, während selbst durch die zweite Welle am 28. September noch weitere zwei Verkaufstage in ganz Europa in die Bilanz miteinfließen.
Wie viele iPhone 5 verkauft Apple im September-Quartal?
Bleibt die Multi-Milliarden-Dollar-Frage, wie viele iPhones Apple in den letzten acht Tagen des Quartals, das gleichzeitig das Fiskaljahr 2011/2012 beendet, abgesetzt hat. Die Analystenzunft zeigt eine relativ große Übereinstimmung in den Schätzungen: Piper Jeffrey-Staranalyst Gene Muster rerchnete vor Bekanntgabe der Verkäufe der ersten 24 Stunden mit 6 bis 10 Millionen abgesetzten iPhone 5 bis Ende September.
Katy Huberty von Morgan Stanley nannte 8 bis 10 Millionen, während Superbulle Brian White von Topeka (Kursziel: 1111 Dollar) sogar 10 bis 12 Millionen verkaufte Einheiten binnen der ersten acht Tage für möglich hält. Was das für das in zehn Tage zu Ende gehende Quartal bedeutet, wollen die meisten Analysten noch nicht überschlagen. Gene Munster von Piper Jeffrey war wieder mal am schnellsten: Er hob die iPhone-Schätzungen auf 27,2 Millionen von 22 Millionen an.
Im Juni-Quartal hatte Apple noch die Wall Street mit 26 Millionen verkauften iPhones enttäuscht und Anleger im Ausblick auf noch schwächere Absätze eingestimmt. Nun sieht es ganz danach aus, als würde Tim Cook das Schlussquartal des Geschäftsjahres in der Manier eines meisterlichen Strategen auf den allerletzten Metern noch retten können. Die Kür folgt dann ohnehin erst im Weihnachtsquartal, bei dem Erwartungen inzwischen auf gigantische 50 Millionen verkaufte iPhones angeschwollen sind.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige