Magazin-Werbeumsätze weiter rückläufig

Publishing 4,3% weniger als im Vorjahr setzten die deutschen Publikumszeitschriften im August brutto mit Werbung um. Das Jahresminus beläuft sich damit inzwischen auf 4,1%. Und auch der Blick auf die umsatzstärksten Titel bestätigt die Entwicklung: Nur 16 der 50 Top-Magazine liegen derzeit über dem Vorjahr, 35 darunter. Am deutlichsten verloren haben dabei der stern und die Bild am Sonntag, die das Umsatz-Ranking allerdings weiter anführen (stern vor Bams). Größter Gewinner bleibt der Focus.

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78,88 Mio. Euro setzte die Bild am Sonntag in den ersten acht Monaten des Jahres brutto mit Werbung um – 9,5% weniger als noch 2011. Beim stern liegt das Minus sogar bei 11,1%, mit 77,41 Mio. wächst der Rückstand auf die BamS an. Kleiner wird der Abstand hingegen zum drittplatzierten Spiegel. Zwar liegt auch er unter den Vorjahres-Zahlen, allerdings nur 2,7%. Mit 74,86 Mio. belegt er Rang 3.

Nach oben ging es in der Top Ten unterdessen für den Focus, die freundin, rtv West und die Auto Bild. Der Focus ist mit seinem Plus von 5,93 Mio. sogar der größte Gewinner unter allen Titeln. Auf den Rängen 11 bis 25 gewannen auch noch InStyle, Sport Bild, Vogue und prisma, am deutlichsten verloren haben in dieser ersten Hälfte der Top 50 prozentual gesehen TV Movie, Für Sie und TV 14.

Auf den Rängen 26 bis 50 verloren Petra, Computer Bild und Eltern am deutlichsten, nach oben ging es hier für acht Titel, angeführt von Grazia, inTouch und der Ost-Ausgabe des TV-Supplements prisma.

Der weiterhin überraschende Aufsteiger des bisherigen Jahres ist der Focus: Mit einem Plus von 5,93 Mio. Euro setzte er brutto deutlich mehr neues Geld um als die anderen Aufsteiger. Vertreten ist in der Top Ten der Gewinner ansonsten noch ein bunter Mix aus verschiedensten Segmenten – von Grazia über Das Haus bis zur Sport Bild.

Im Verlierer-Ranking finden sich hingegen vor allem die großen Titel: stern, BamS, TV Movie, etc. Alle zehn Absteiger stammen aus der oben gezeigten Umsatz-Top-25.

Wie immer muss an dieser Stelle noch erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Titel und den Werbedruck sind sie dennoch.

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