iPhone5: LTE funkt nur bei der Telekom

Pferdefuß LTE: Nach dem Debakel um nicht funktionierenden LTE-Datenfunk im neuen iPad, gibt es auch beim iPhone 5 eine unschöne Einschränkung. Das Gerät nutzt in Deutschland zwar einen Chip, der drei Frequenzbänder abdeckt, doch nur eins davon verwendet ein deutscher Provider. Tatsächlich erreicht das iPhone 5 die bis zu 100 Mbit/s im Download nur im LTE-Netz der Deutschen Telekom – das aber nicht bundesweit. Wer in einer Stadt lebt, hat Glück. Kunden auf dem Land surfen langsamer.

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Pferdefuß LTE: Nach dem Debakel um nicht funktionierenden LTE-Datenfunk im neuen iPad, gibt es auch beim iPhone 5 eine unschöne Einschränkung. Das Gerät nutzt in Deutschland zwar einen Chip, der drei Frequenzbänder abdeckt, doch nur eins davon verwendet ein deutscher Provider. Tatsächlich erreicht das iPhone 5 die bis zu 100 Mbit/s im Download nur im LTE-Netz der Deutschen Telekom – das aber nicht bundesweit. Wer in einer Stadt lebt, hat Glück. Kunden auf dem Land surfen langsamer.
Der Grund: Das ab dem 21. September 2012 in Deutschland vertriebene iPhone GSM Modell A1429 funkt auf 1.800 MHz. Diese Frequenz nutzt die Telekom nur in Städten. Insgesamt will das Bonner Unternehmen bis Jahresende die 100 größten Städte mit LTE versorgen. Auf dem Land wird im Spektrum von 800 MHz gefunkt. Über diese Frequenz hinaus, nutzen Vodafone, O2 und die Telekom noch 2.600 MHz. Doch der LTE-Chip im iPhone 5 funkt auf anderen Wellenlängen: 850, 1.800 und 2.100 MHz.
Der schnelle Datenfunk kann bei der Telekom in den Complete Mobil-Tarifen als Option für 9,95 Euro hinzugebucht werden. Je nach Tarif sind die Datenmengen allerdings gedeckelt (300 MB bis 2.000 MB).

LTE ist für alle Smartphone-Hersteller und Mobilfunkprovider ein komplexes Thema. Weltweit werden für den schnellen Datenfunk 22 unterschiedliche Frequenzbänder verwendet. Ein Chip, der zwischen allen Bändern wechseln könnte, würde sehr viel Energie verbrauchen. Hinzu kommen noch die benötigten Frequenzen für GSM, UMTS, HSPA+, DC-HSDPA und WLAN in einem Smartphone.

Dass sich in Deutschland die Provider für den Ausbau auf 800 MHz entschieden haben, hat physikalische Gründe: Je geringer die Frequenz, desto größer ist die Wellenlänge und damit die Reichweite des Signals. Mit 800 MHz kann eine LTE-Funkzelle einen Radius von bis zu 30 Kilometern versorgen. O2 beispielsweise wird seine 2.600 MHz-Frequenz vor allem an Orten wie Flughäfen, Messen oder Bahnhöfen einsetzen, um möglichst vielen Menschen auf kleinem Raum einen schnellen Datenabruf zu ermöglichen.

Lediglich ePlus könnte beim iPhone 5 noch nachziehen. Die Düsseldorfer haben eine Lizenz für 1.800 MHz, aber noch kein ausgebaute LTE-Netz. “E-Plus testet LTE im Frequenzbereich 1.800 MHz und wir werden es auch einsetzten, wenn wir starten”, sagt ePlus-Sprecher Klaus Schulze-Löwenberg gegenüber Golem. Doch sicher ist das nicht, wie heißt es so schön in den Fußnoten bei Apple: “Dass ein bestimmtes Frequenzband unterstützt wird, bedeutet nicht, dass alle LTE Netze mit denselben Frequenzbändern unterstützt werden.”

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