Knebelverträge: BJV fordert Boykott von Coldplay-Konzert

Fernsehen Der Bayerische Journalisten-Verband (BJV) hat die Medien dazu aufgefordert, nicht über das Konzert der britischen Band Coldplay am Mittwoch zu berichten. Als Grund nennt man "unzumutbare Fotoverträge", die Bildjournalisten knebeln und eine freie Berichterstattung unmöglich machen würden.

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Laut BJV müssten sich Bildjournalisten, die sich für das Konzert akkreditieren wollen, zuvor eine Vereinbarung unterzeichnen. Darin verpflichten sie sich, ihre Fotos nur einmal in einem zuvor bezeichneten Medium zu veröffentlichen. Im Gegenzug müssten außerdem die Urheberrechte an die Headlong Tours LLP, die die Gruppe Coldplay managt, übertragen werden. Diese könnte damit deren Bilder selbst nutzen und weltweit verbreiten.
Ferner würde die Arbeit vor und während des Konzerts massiv behindert. Fotografiert werden dürfte die Gruppe nach den Vertragsklauseln nur während der ersten drei Songs – und das ohne Blitz und vom Bühnengraben aus. Aufnahmen von den beiden Support-Bands sind nicht erlaubt.
"Unter diesen Umständen fordern wir die bayerischen Medien auf, ganz auf eine Berichterstattung zu verzichten und ihren Protest durch einen Boykott deutlich zu machen“, erklärt der BJV-Vorsitzende Wolfgang Stöckel. "Das verstößt gegen den Grundsatz der Pressefreiheit."

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