Die heimlichen Giganten der Online-IVW

Publishing Durch die neue Ausweisung von Angebotsbestandteilen in der Online-IVW zeigen sich zahlreiche neue und spannende Informationen. So lässt sich nun nicht nur sagen, wie viele Seitenabrufe große Nachrichten-Angebote durch mitgezählte Fremd-Websites einsammeln, es werden auch viele Zahlen von Websites offen gelegt, über deren Erfolg bisher nur Mutmaßungen angestellt werden konnten, weil ihre Abrufe nicht eigenständig ausgewiesen wurden. MEEDIA zeigt 20 heimliche Giganten der Online-IVW.

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Die immer wieder für Diskussionen sorgende Regelung der IVW, das unter dem Mantel eines namensgebenden Angebots beliebig viele andere Websites mitgezählt werden können, erhielt im vergangenen Monat einen Schuss Transparenz. Seitdem werden nämlich immerhin sämtliche Page Impressions solcher Teilangebote mit ausgewiesen – zumindest, bis eine Grenze von 80% erreicht ist. Erste spannende Ergebnisse hatte MEEDIA noch am selben Tag veröffentlicht, die Teilangebots-Zahlen werden zudem regelmäßig eine Rolle in unseren IVW-Analysen spielen.

Sind derzeit 1.162 Angebote Mitglied der Online-IVW, werden noch viel mehr Websites vermessen. Allein das Angebots-Konglomerat T-Online besteht aus etwa 30 verschiedenen Sites, deren Abrufe allesamt zusammengezählt werden. Für einen Blick auf die größten Websites, die kein eigenständiges IVW-Angebot sind, die also unter einem anderen Dach gezählt werden, hat MEEDIA die aktuellen Angebots-Bestandteils-Zahlen des Augusts in allen Details ausgewertet und die prozentualen Angaben in absolute Zahlen umgerechnet.

Die Liste der 20 Giganten, die wir Ihnen als Ergebnis präsentieren, ist dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht vollständig. Der Grund dafür ist die 80%-Regelung. Sind bei der Ausweisung 80% der Page Impressions eines Angebots erreicht, müssen die PIs kleinerer Angebotsteile nicht veröffentlicht werden. Allein bei T-Online fehlen dadurch mehr als 15% der Page Impressions – immerhin eine Summe von mehr als 600 Mio. PIs. In der Tabelle, die wir weiter unten zeigen, fehlen daher auch die Rangplätze, es handelt sich nur um eine Aufstellung der Angebots-Teile, deren Zahlen veröffentlicht wurden.

Die beiden größten heimlichen Giganten stammen dennoch von T-Online. Während die Hauptseiten unter t-online.de für 41,25% der Seitenabrufe verantwortlich sind, stammen 31,66% bzw. 11,45% von den beiden großen Marktplätzen autoscout24.de und immobilenscout24.de. Allein autoscout24.de kommt damit auf eine PI-Zahl von mehr als 1,3 Mrd – mehr als spiegel.de, sueddeutsche.de und focus.de zusammen erreichen. immobilienscout24.de ist mit mehr als 474 Mio. PIs die Nummer 2 der Tabelle.

Mit in die Liste aufgenommen haben wir auch die drei VZ-Netzwerke, da sie in den vergangenen Jahren nur gemeinsam ausgewiesen wurden. Über die Zahlen der Einzelteile war in dieser Zeit nichts bekannt. Nachdem das Unternehmen seit Montag sogar alle Zahlen offen legt – auch die, die über die 80%-Grenze hinaus gehen – lässt sich nun genau sagen, wie viele PIs welches der drei sozialen Netzwerke erreicht. Ergebnis für den August: schuelervz.net kam auf 216,5 Mio. PIs, meinvz.net auf 198,2 Mio. und studivz.net nur noch auf 72,1 Mio. Über die 100-Mio.-Marke kommt zudem noch wetter.de, das seit jeher zu rtl.de dazu gezählt wird.

Neben diesen großen, allseits bekannten Websites gibt es in den neuen IVW-Zahlen auch erstaunliche Erfolgsgeschichten. So kam die Klamottenbörse kleiderkreisel.de im August als Bestandteil des Vermarktungs-Netzwerkes Glam auf sage und schreibe 71,3 Mio. PIs – mehr beispielsweise als Spox, das Handelsblatt oder DerWesten. GTAinside.com, die Plattform zur Computerspiel-Reihe "Grand Theft Auto", erreichte als Teil des OnlineWelten Networks ähnlich erstaunliche 46,4 Mio. PIs.

Auch ein paar Bestandteile großer redaktioneller Angebote finden sich in der Statistik. So kam idealo.de als Teil von Computerbild.de im August auf 57,8 Mio. PIs (27,93% der Computerbild-Abrufe), tvtoday.de war als Teil von TV Spielfilm Online mit 38,5 Mio. sogar erfolgreicher als tvspielfilm.de (37,3 Mio.). Der Focus-Online-Mitstreiter Finanzen100.de erreichte 24,1 Mio. PIs und das Karriere-Ressort von Spiegel Online schenkte dem manager magazin fast 18 Mio. PIs. manager-magazin.de selbst kam übrigens nur auf 13,5 Mio. Abrufe (42,09% der Gesamt-PIs). Gerade das letzte Beispiel zeigt, wie wertvoll die neuen Zahlen sein können, zeigen sie doch erstmals transparent, wie journalistische Angebote in der IVW auf wesentlich schönere Zahlen kommen können, als wenn sie nur allein gezählt würden.

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