Was Apple am Mittwoch vorstellen könnte

Publishing Für Apple-Fans ist es, was dem gläubigen Christen der Weltkirchentag ist, für Analysten ist es der erwartete größte Produktlaunch in der Geschichte des Unternehmens, für CEO Tim Cook ist es der Tag, an dem er sich einmal mehr beweisen muss. Am Mittwoch um 19 Uhr deutscher Zeit stellt Apple aller Voraussicht nach sein iPhone 5 vor. Darüber hinaus erwartet die Presse eine Reihe weiterer Produktupdates. Ein Überblick darüber, was Apple sonst noch vorstellen könnte.

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iPhone 5: Apple hat bislang nicht bestätigt, dass am Mittwoch das neue iPhone vorgestellt wird. Allerdings lässt das Logo zur Einladung, die der Konzern vergangene Woche verschickte, nur einen Schluss zu: Tim Cook stellt die sechste iPhone-Generation vor: das iPhone 5. Wie zu kaum einem anderen Apple-Produkt wurden in den vergangenen Wochen Bauteile geleaked und mögliche Modelle präsentiert.

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Glaubt man den Gerüchten, kommt das neue Apple-Smartphone mit einem vier Zoll großen Display, einer Metallrückseite und einem kleineren Dock-Connector. Unschlüssig ist man sich in den Techblogs noch darüber, ob sich mit dem iPhone auch per NFC mobil bezahlen lässt und inwiefern das Gerät auch deutsches LTE und damit schnelles mobiles Internet unterstützt.

Neue iPods sind sehr wahrscheinlich
: Einst rettete der iPod Apple. Wäre der MP3-Player nicht zum Verkaufsschlager avanciert, würde es den Konzern aus Cupertino in seiner heutigen Form nicht geben. Aber iPhone und iPad haben den iPod touch in vielen Teilen überflüssig gemacht. Schließlich ist der iPod touch letzten Endes ein iPhone ohne Telefonie-Funktion.

 
Mutiert mit Armband zur SmartWatch: der iPod nano

Doch nach zwei Jahren wird es Zeit, dass Apple seinen MP3-Player generalüberholt. Immerhin taugt das Gerät bestens als mobile Spielekonsole für die jüngere Generation. In den Techblogs wird spekuliert, dass sich das Gerät optisch an das kommende iPhone 5 anpasst. Dem iPod nano wird nachgesagt, dass er mittels neuem Bluetooth-Standard als SmartWach fungieren könnte, die Daten vom iPhone abgreift und etwa mit dem passenden Zubehör am Handgelenk des Nutzers wiedergibt.

iOS 6: Apples mobiles Betriebssystem wartet mit einer Menge nützlicher Features auf. Weil die Entwicklerversion immer schon frühzeitig verfügbar ist, sind die neuen Funktionen auch schon frühzeitig bekannt. Einer der wichtigsten Neuerungen: Apple setzt künftig auf Kartenmaterial von TomTom und bietet für ausgewählte Metropolen eine 3D-Ansicht an.

Dafür trennte man sich von Google. Außerdem bringt Apples Sprachassistent Siri nun auch dem neuen iPad das Sprechen bei. Mittels der hauseigenen App Passbook will Apple mobiles Bezahlen vereinfachen. Noch steht kein Termin für das Release fest. Ein Launch in Verbindung mit dem neuen iPhone wäre allerdings absolut schlüssig.

Noch kein iPad mini: Es spricht viel dafür, dass Apple einen kleineren Bruder seines beliebten Apple-Tablets in den Schubladen liegen hat. Sowohl die New York Times und das Wall Street Journal, als auch die Nachrichtenagentur Reuters und der Finanznachrichtendienst Bloomberg sowie der gut informierte Apple-Blogger John Gruber in seinem Blog DaringFireball berichten übereinstimmend, dass Apple an einem iPad mini mit sieben Zoll Größe und ohne Retina-Display arbeitet. Uneins war man sich noch über den Marktstart. Erst vor Kurzem berichteten taiwanesische Medien, dass Zulieferer mit der Produktion von Bauteilen für den kleinen Tablet-Bruder begonnen hätten.

  
Das iPad mini soll Apples Antwort auf die wachsende Schar von Android-Tablets in dieser Größenordnung sein, allen voran Googles Nexus 7 sowie der Kindle Fire HD von Amazon. Gruber ist sich sicher, dass CEO Tim Cook nicht nur eine Keynote für ein neues iPhone und ein neues iPad plant. Zu sehr würden sich beide Produkte in der Berichterstattung kannibalisieren. Da das Gerät dennoch vor dem Weihnachtsgeschäft im Handel stehen muss, scheint ein Launch im Oktober wahrscheinlicher.

Adieu, 3GS: Der Plastikbuckel ist eines der beliebtesten Produkte im Apple-Sortiment. Doch nach über drei Jahren am Markt wird es Zeit, das iPhone 3GS in Rente zu schicken. Das iPhone 4 dürfte als rechenstärkerer Nachfolger an dessen Stelle treten und Kunden künftig mit günstigeren Preise locken. Schon beim Launch des iPhone 4S fielen die Preise beim iPhone 4 und 3GS. Ähnliches ist nun auch beim iPhone 4S und dem 4er-Modell zu erwarten, wenn Tim Cook das iPhone 5 am 12. September präsentiert. Das 3GS ist mittlerweile zu schwach, um die Entwicklungen auf dem App-Markt mitmachen zu können. Nutzer kommen außerdem nicht mehr in den vollen Genuss aller iOS-6-Features.

Neue iMacs: Laut Analysten hat Apple so viel Geld wie noch nie zuvor für Bauteile ausgegeben. Allein 1,15 Milliarden Dollar waren es in den vergangenen Monaten. Man darf also davon ausgehen, dass Apple in diesem Jahr mehrere Produktreihen erneuern wird. Seit einiger Zeit ist eine Retina-Version des iMacs im Gespräch, ähnlich dem Macbook-Pro mit Retina-Display.

Interessenten dürfen sich allerdings auf eine ordentliche Preissteigerung für das HD-Modell gefasst machen. Schon beim Retina-MacBook müsste eine 17-Zoll-Variante nach Berechnungen des Analysten Trip Chowdhry von Global Equities Research 700 Dollar mehr kosten als das 15-Zoll-Modell. Für den iMac in der aktuellen Größe wären Displays mit 21,5 und 27 Zoll nötig.

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