RP Online und die verkorkste Jäkel-Zeile

Publishing Die Medienmeldung der Woche war ohne Zweifel, dass Julia Jäkel bei Gruner + Jahr in den Vorstand aufrückt. Dazu hat auch RP Online, das Web-Angebot der Rheinischen Post, gleich mehrere Meldungen ins Netz gestellt - allerdings mit einem sehr seltsamen Blickwinkel und einer mehr als verkorksten Titelzeile. Und sonst: Mercedes ärgert VW in der Auto Bild, die dritte deutsche Wired ist leise gelandet und das ZDF erzürnte Eidgenossen mit einem Blutfleck in Form der Schweiz.

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Hallo, hallo, liebe Leute bei RP Online! Das ist aber schon ein kleines Kunststück, die Berufung von Julia Jäkel zur Vorstandsfrau bei Gruner + Jahr mit einer Titelzeile aufzumachen, die da lautet „Die Ehefrau von ,Mr. Tagesthemen‘ wird Vorstand im Medienverlag“. Der dazugehörige Text beginnt dann mit den Worten: „Im März bekamen Ulrich Wickert und Julia Jäkel noch Zwillingskinder. Jetzt wurde die 40-Jährige Vorstand bei Gruner + Jahr und damit Chefin von Stern und Brigitte.“ Wow! Was für eine Kausalkette! Eine zweite Meldung zum Thema bei Euch hat zwar keine ganz so lustig verkorkste Überschrift mehr, fängt aber folgendermaßen an: „Ulrich Wickert, 69, muss rein materiell keine Bestseller mehr schreiben.“ Verstehe: Wenn seine Frau jetzt also nicht zufällig Vorstand „beim Medienverlag“ geworden wäre, hätte „Mr. Tagesthemen“ sich also nach RP-Online-Logik vermutlich nicht länger teuren französischen Weichkäse aufs Brot schmieren können. Wer die Langfassungen dieser Texte „genießen“ möchte, muss übrigens die gedruckte Rheinische Post probeabonnieren. Wohl bekomm‘s.

Ach, und wo wir gerade bei der Julia-Jäkel-Personalie sind. Die lieben Kollegen von der w&v haben da auch einen ganz speziellen Dreh gefunden und die News mit folgenden Worten getwittert: „Uli Wickert wird Prinzgemahl bei G+J“. Narhallamarsch und ab!

Die dritte Ausgabe der deutschen Wired ist am Kiosk gelandet. Mittlerweile ist die anfängliche Euphorie, dass wir jetzt auch endlich eine Wired auf deutsch haben, aber so ein bisschen verflogen. Editor-at-Large Thomas Knüwer kündigte die neue Ausgabe mit ein eher müden Worten in seinem Blog an und heizte sogleich Spekulationen darüber an, ob die dritte vielleicht auch die letzte Ausgabe sein wird. Er schreibt: „Condé Nast wird die Resonanz und die Verkaufsergebnisse der aktuellen, dritten Wired-Ausgabe auswerten und auf dieser Basis bis Ende des Jahres über die weitere Planung für 2013 entscheiden.“ Das klingt nicht sehr enthusiastisch.

Mitbekommen? In dieser Woche hat Volkswagen den neuen Golf VII vorgestellt. Ein Riesenthema für die Autopresse und so hat auch die Autobild den neuen Golf pflichtschuldigst auf dem Titel. Aber nicht nur den. Die Werbe-Strategen vom Daimler haben sich eine kleine Gemeinheit einfallen lassen und bei der Autobild für einen Mercedes-Sonderverkauf eine dicke Werbung für die neue Mercedes A-Klasse auf dem Titel gebucht. Uwe Knaus, Manager Corporate Blogging & Social Media Strategy beim Daimler stichelte sogleich bei Twitter:


Auf der normalen Kiosk-Auflage der Auto Bild war die Mercedes-Anzeige allerdings nicht aufgedruckt, wie eine Springer-Sprecherin hinwies.
Und zu Guterletzt noch das Video-Fundstück der Woche: Internet-Menschen haben mit viel Mühe einen Zusammenschnitt gebastelt, bei dem der Cast der Kultserie Mad Men das Lied „Never gonna give You up“ von Rick Astley rezitiert. (gefunden über den Twitter-Feed von @HappySchnitzel)
###YOUTUBEVIDEO###

Viel Spaß damit und schönes Wochenende!

PS: Einen hamm wir noch! Das ZDF erzürnte die Schweizer, weil das Auslandsjournal eine Blutlache in Form der Schweiz zeigte. Kein Witz! (gefunden über den Twitterfeed von @turi2)

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