G+J-Betriebsrat befürchtet Stellenabbau

Publishing Der Betriebsrat von Gruner+Jahr befürchtet einen Stellenabbau im Verlagshaus. Am Donnerstag wurde am Baumwall ein Offener Brief an Mitarbeiter verteilt, in dem über die Zahl von 400 Stellen spekuliert wird, die zur Disposition stünden. "Anpassungsmaßnahmen" seien "unvermeidbar", heiße es aus der Chefetage, aber "noch nicht in der Planung". Sowohl im Anzeigen- wie im Vertriebsmarkt sei die wirtschaftliche Situation "schwierig". G+J beschäftigt rund 12.000 Mitarbeiter.

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Der Offene Brief signalisiert, wie groß die Verunsicherung am Baumwall derzeit ist. Adressiert ist der Brief an Angelika Jahr-Stilcken und Thomas Rabe, unterschrieben hat Betriebsratschef Achim Diekmann. Seit vor zwei Wochen das Manager Magazin berichtete, dass die Familie Jahr ihre Anteile an G+J offenbar in Bertelsmann-Anteile tauschen will, blinkt über dem Baumwall ein großes Fragezeichen. Zwar hat sich Bertelsmann-CEO Thomas Rabe offen zu G+J bekannt, die Frage ist nur, wie G+J aussehen könnte, wäre Gütersloh zu 100 Prozent im Besitz des Zeitschriftenkonzerns.

Insofern liegt es nahe, dass Betriebsrat und Mitarbeiter nach Antworten dürsten: Was würde der Anteilstausch bedeuten? Für den Verlag und dessen Redaktionen? Für die großen Marken? Was für die Wirtschaftspresse, die nicht aus den roten Zahlen kommt? Welche "verlegerischen Konzepte" gibt es? Und – wer wird eigentlich neuer Chef am Baumwall? Noch-CEO Bernd Buchholz hat bekanntlich seinen Vorstandsposten bei Bertelsmann hingeworfen. Sein Abschied bei G+J dürfte unmittelbar vor der Tür stehen.

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