DJV ruft Medien zum Boykott von Leonard Cohen auf

Publishing Der Deutsche Journalisten Verband NRW fordert dazu auf, nicht über die Deutschland-Konzerte von Leonard Cohen zu berichten. Der Grund: Das Management des Künstlers knebele Bildjournalisten mit seinen Verträgen und lasse zudem Textjournalisten auf ihre Akkreditierung warten. Helmut Dahlmann, Landesvorsitzender NRW des DJV kritisiert: "Beides bedeutet einen massiven Eingriff in die Freiheit der Berichterstattung."

Werbeanzeige

Leonard Cohen tritt am 5. September in Berlin und am Folgetag in Mönchengladbach auf. Journalisten, die über eines der beiden Konzerte berichten wollen, müssen für ihre Akkreditierung zahlreiche Bedingungen erfüllen. Laut DJV sollen Fotografen bei ihrer Akkreditierung unterzeichnen, dass sie die Fotos nur ein einziges Mal in einem einzigen, zuvor benannten Medium veröffentlichen. Besonders pikant: Das Management verlange gleichzeitig, die Bilder selbst nutzen zu dürfen.
"Hier werden Urheberrechte mit Füßen getreten", sagt Helmut Dahlmann, der auch das Vorgehen bei der Akkreditierung von Textjournalisten kritisiert. Wie sein Verband berichtet, wollte die Promotion-Agentur von Leonard Cohen im Zuge eines Akkreditierungsverfahrens von einer Journalistin wissen, ob ein Vorbericht geplant sei.
"Eine Akkreditierung auch nur ansatzweise mit einer Ankündigung zu verbinden, ist ein starkes Stück", so Dahlmann. Der Landesvorsitzende ruft deshalb zum Boykott auf: "Unter diesen Umständen sollten alle Medien auf eine Berichterstattung verzichten."

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige