Mehrheit der Deutschen für Urheberrechtsschutz im Netz

Publishing Einer Untersuchung des Instituts für Demoskopie Allensbach zufolge, ist eine Mehrheit der Deutschen dafür, das Urheberrecht auch im Internet wirksam durchzusetzen. 16-29-Jährige sind demnach die einzige Altersgruppe, die mehrheitlich für eine kostenlose Verfügbarkeit aller Inhalte im Internet plädiert. Trotz der Befürwortung des Urheberrechts im Internet, glaubt die Mehrheit der Deutschen nicht, dass man den kostenlosen Austausch von Filmen oder Musik im Internet unterbinden kann.

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56 Prozent der Deutschen sagt, dass das kostenlose Kopieren und der kostenlose Austausch von Musik und Filmen über das Internet verboten sein sollten, 24 Prozent der Befragten sind für eine Legalisierung. Berücksichtig man nur die Internetnutzer ist das Verhältnis mit 57 Prozent zu 28 Prozent ähnlich. Auch in den meisten Alterssichten ergibt sich ein solches Bild – mit einer einzigen Ausnahme: Die jüngsten Befragten, die 16-29 Jährigen, sind in der Allensbach-Umfrage mit 46 Prozent mehrheitlich für eine Erlaubnis zum kostenlosen Verbreiten von sämtlichen Medien im Internet. 39 Prozent sind hier dagegen.
Die Durchsetzung des Urheberrechts im Internet halten die Deutschen der Befragung zufolge aber für nicht möglich. Die Frage "Glauben Sie, dass man das kostenlose Kopieren bzw. den kostenlosen Austausch von Filmen oder Musik im Internet überhaupt verhindern kann, oder halten Sie das für nicht möglich?", beantworteten 57 Prozent mit "nicht möglich", nur 14 Prozent gehen davon aus, dass ein Verbot durchzusetzen ist. Der Rest ist unentschieden. Bei der Internetnutzern glauben sogar 65 Prozent, dass der kostenlose Tausch nicht verhindert werden kann.
Am stärksten sind die Zweifel bei den jungen Nutzern zwischen 16 und 29 Jahren: 76 Prozent verneinen hier die Durchsetzbarkeit von Verboten. Betrachtet man allein die Personen, die das Urheberrecht im Internet für schützenswert halten, glaubt auch hier eine Mehrheit von 55 Prozent nicht daran, dass Verbote durchsetzbar sind. Für die Untersuchung befragte Allensbach im Juli 1.615 Personen ab 16 Jahren.

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