„Desperate Housewives“ nur noch Mittelmaß

Fernsehen Mit den Jahren schrumpfte auch die Zahl der Fans: Der Start der allerletzten zehn Folgen des ehemaligen Serienhits "Desperate Housewives" riss nicht mehr viele vom Hocker. 1,13 Mio. und 1,36 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen die beiden Episoden am Mittwoch - mittelmäßige Marktanteile von 11,3% und 12,4%. Die neue Serie "Suburgatory" kam anschließend auf bessere 12,0% und 13,4%. Bei RTL enttäuschten unterdessen die Staffel-Finals von "Alexa" und dem "Ferienreporter", die Champions League kommt im ZDF noch nicht in Fahrt.

Werbeanzeige

Willkommen bei Tag 3 unserer neuen TV-Markt-Analyse – hier sind die 5 Dinge, die Sie über die Quoten vom Mittwoch wissen müssen:

– "Desperate Housewives" schwächelt dem Ende entgegen
Zur Erinnerung: Auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs erreichte die US-Serie bei ProSieben Marktanteile von bis zu 23,1%. Das war 2005 in der ersten Staffel. Der Mega-Erfolg war zwar nicht von Dauer, doch auch in den Jahren danach gab es immer wieder Top-Quoten, so zum Beispiel mal 19,1% im April 2008 oder 18,0% im Januar 2010. Nun also 11,3% und 12,4%. Der 12-Monats-Durchschnitt des Senders liegt bei 11,7%, die 20.15-Uhr-Folge landete also sogar darunter. Auch die neue Serie "Suburgatory" konnte die Marktanteilskurve um 22.15 Uhr nicht sonderlich nach oben treiben: 1,13 Mio. entsprachen immerhin 12,0%. Die zweite Folge um 22.45 Uhr erreichte mit 1,07 Mio. aber 13,4%. Die 22.15-Uhr-Zuschauer sind also offenbar dran geblieben – eine Tatsache, die für die Serie spricht

– Die Staffeln der RTL-Doku-Soaps endeten schwach
Die Staffeln der beiden Reihen "Alexa – Ich kämpfe gegen Ihre Kilos!" und "Wir retten ihren Urlaub – Einsatz für den RTL-Ferienreporter" endeten so, wie sie die ganze Staffel lang performten – schwach. 1,40 Mio. und 1,54 Mio. 14- bis 49-Jährige reichten nur für jeweils 14,0%, normal sind für RTL 17,3%. Keine einzige Folge der aktuellen Staffeln kamen auch nur annähernd an diese Zahlen heran. Für die TV-Saison 2012/13 sind dennoch neue Episoden beider Formate angekündigt. Aus Mangel an Alternativen? Kleiner Trost für RTL: "GZSZ" war mit 1,61 Mio. und 20,5%  wieder ein Hit, gewann den Tag bei den 14- bis 49-Jährigen. Und: Konkurrent Sat.1 war in der Prime Time noch viel erfolgloser. Die Free-TV-Premiere des Til-Schweiger-Dramas "Phantomschmerz" blieb mit 660.000 jungen Zuschauern bei desaströsen 6,3% hängen.

– Die Champions League kommt im ZDF nicht in Fahrt
Die gescheiterte Champions-League-Qualifikation von Borussia Mönchengladbach war für das ZDF kein allzu großer Erfolg. Das Rückspiel sahen am Mittwoch 3,74 Mio. Fans, sogar noch weniger als im Hinspiel (4,33 Mio.) – und das, obwohl in der zweiten Halbzeit sogar noch einmal richtig Spannung aufkam. Der Marktanteil schrumpfte im Vergleich zum Hinspiel von 16,3% auf 14,1%. Für den Tagessieg reichten die 3,74 Mio. Zuschauer dennoch, bei den 14- bis 49-Jährigen gab es mit 1,15 Mio. und 10,9% aber nur Platz 6. Wenn in der Gruppenphase der FC Bayern, Borussia Dortmund und Schalke 04 ins Geschehen eingreifen, werden die ZDF-Quoten sicher steigen.

– Die Paralympics-Eröffnung holt solide Zahlen

Mit der großen Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele vor einigen Wochen konnte die der Paralympics zwar nicht mithalten, doch die dreistündige Übertragung ab 22.10 Uhr konnte im Ersten durchaus einen Achtungserfolg erringen: Immerhin 1,80 Mio. sahen zu – ein solider Marktanteil von 12,6%. Im jungen Publikum entsprachen 350.000 Seher 5,7%.

– Die US Open bescheren Eurosport ordentliche Quoten
Die ganz große Tennis-Euphorie ist nach dem guten Abschneiden der deutschen Damen bei Olympia zwar auch nicht entstanden, doch mit den Zahlen der ersten drei Tage der US Open kann Eurosport durchaus zufrieden sein. Am Mittwochabend sahen zwischen 17.45 Uhr und 1 Uhr nachts durchschnittlich 170.000 Fans zu – ein Marktanteil von 0,9%. Normal waren für den Sender in den vergangenen 12 Monaten 0,7%. Am frühen Dienstagmorgen kletterten die Marktanteile sogar schon bis auf 2,0% hinauf.

Die Top-20 der meistgesehenen Sendungen der 14- bis 49-Jährigen finden Sie wie immer hier.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige