Facebook: Knastwärter ulken über Exekution

Publishing Offene Gedanken aus dem Geschlossenen Vollzug: In Hamburg hat das Strafvollzugsamt am Dienstag vier Justizvollzugsbeamte beurlaubt, weil sie via Facebook darüber fantasierten, wie man am besten die Insassen der JVA Billwerder erschießen könne. Das berichtet die Hamburger Morgenpost. Ein Knastwärter hatte ein Foto von sich mit einem Jagdgewehr gepostet. In dem Kommentaren dazu schrieb einer seiner Kollegen „Abendbrot selber schießen :)“ – dumm, dass alle mitlesen konnten.

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Daraufhin entstand ein Dialog, von wo aus man welche Gefangenen am besten treffen könne. Mit welcher Geisteshaltung der Beamte mit dem Waffenbild seinen Job nachging, zeigt sich beim Blick auf sein Profil. Als Beruf gibt er laut Mopo beispielsweise an: „Etagenkellner bei den Gestrauchelten, was macht man nicht alles für Geld“. Sein Profilfoto soll die Aufnahme eines DDR-Bunkers gewesen sein. Der Beamte hat inzwischen sein Facebook-Profil gelöscht.

Direkt nach Bekanntwerden des Falls wurden die vier Wärter suspendiert. Sie mussten umgehend das Gelände verlassen und dürfen es nur noch zum Disziplinarverfahren in Begleitung ihrer Anwälte betreten. Wie die Morgenpost weiter berichtet, wurde den Kollegen zudem verboten, sich öffentlich zu dem Vorfall zu äußern.

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