Aufregung um Uralt-Kampagne der ARD

Fernsehen Zum Auftakt in die 50. Spielzeit der Bundesliga sendet die ARD einen alten Sportschau-Werbespot aus dem Jahr 2006. Schon einmal waren die Neandertaler Werbeträger der Sportschau und hatten damit viel Erfolg. Trotzdem erregt die Uralt-Kampagne jetzt erst eine gewisse Aufregung.

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Der Werbespot zeigt ein blondes, vollbusiges Neandertalerweibchen, das erst dann Aufmerksamkeit von ihrem Sportschau-guckenden Mann bekommt, als sie sich bis auf einen Fußball-BH und einen Minirock auszieht. Die Off-Stimme sagt: "Männer waren schon immer so – jedenfalls Samstags".

Die Spots von Trikk17.com
Die Web-Vorwürfe zielen vor allem darauf ab, dass die Werbung sexistisch und fehlplaziert sein soll. Frauen würden sexualisiert und Männer auf ihre Triebe reduziert. "Es bleibt zu hoffen, dass es der ARD in Zukunft gelingen wird, Männer und Frauen im Fußball angemessen darzustellen", schreibt Vanessa Tutlis bei maedchenmannschaft.net. "Es kann eigentlich nicht so schwer sein, mehr als nur sexistische Sehgewohnheiten zu bedienen."
Zwischen all den Sexismusvorwürfen und Geschlechterklischees haben die wütenden Nutzer aber wohl übersehen, dass sie sich über einen alten Hut aufregen. Die Kampagne gibt es bereits seit 2006. Zudem gibt es auch eine weibliche Version des Clips.
In dieser Version formen zwei Neandertaler-Frauen einen Schneeball auf einem Berggipfel, den sie dann in das Neandertal auf die Männer rollen lassen. Zwei Jungs formieren sofort eine Abwehrkette und der Dritte steht als "Torwart" vor der Höhle. Der Schneeball nimmt alle Neandertalermänner mit, worauf hin die Frauen auf dem Gipfel zu jubeln anfangen. Eine Off-Stimme sagt: Frauen waren schon immer so und Männer auch.

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