Shitstorm wegen Homo-Ehe-Post von Wagner

Publishing Franz-Josef Wagner ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Ob Bundeskanzlerin Angela Merkel oder die "Pussy-Riot-Mädchen" - in der Bild hat der ehemalige B.Z.-Chef schon allen einen Brief geschrieben. Mit der neuen "Post von Wagner" scheint er den Zorn der Web-Gemeinde auf sich gezogen zu haben. Unter dem Titel "Liebe Homo-Ehe" schreibt Wagner über den Gesetzentwurf des Justizministeriums, dass er sich dabei "nicht wohl" fühle.

Werbeanzeige

“Ich fühle mich dabei nicht wohl. Homosexuelle kriegen biologisch keine Kinder”, heißt es da in dem nur zehn Sätze langen Brief. Früher wären Homosexuelle in Deutschland zu Gefängnis verurteilt worden. "Was für eine glorreiche Zeit für Euch. Niemand steckt Euch ins Gefängnis, Ihr liebt Eure Partner, Ihr dürft sie lieben", heißt es weiter. "Ihr seid deutsche Ehepartner. Eingetragen im Buch der Standesbeamten." Um dann mit dem Satz zu schließen: "Wir sind ein besseres Deutschland geworden."

Wer Wagners Texte kennt, der weiß, dass der Kolumnnist nur zu gerne polarisiert. Im Social Web nimmt man ihm seine Zeilen übel:

“Wir sollten froh sein, dass wir nicht ins Gefängnis gehen müssen! Laut Wagner. Yippie”, schreibt Twitterer @mitnichten.
 
“Post an Wagner Lieber Herr Wagner, früher hätte man Leute, die so viel Dreck schreiben wie Sie, in die Klapse gesteckt. Herzlichst”, schreibt @beltenwummler.
“eigentlich hat Herr Wagner den Zusatz "lieber" nicht verdient, so lieb er zu anderen ist”, schreibt @jonasweber.

@fluestertweets meint: “Näher dran an "Früher hätte man Menschen wie sie vor eine Wand gestellt" kann man eigentlich kaum noch kommen.”

Und auch Mario Sixtus meldet sich zu Wort: "Hey, Schwule, seid doch dankbar, dass Ihr nicht mehr ins Gefängnis geworfen werdet!" Es ist nur eine Auswahl von Tweets, in denen Nutzer den Bild-Kolumnist noch weitaus härter angehen.

Auf siegessäule.de, dem Onlineauftritt des gleichnamigen schwul-lesbischen Berlin-Magazins, schreibt Online-Chef Christian Menz: “Ich nehme es Ihnen aber nicht ab. Sie waren Chefredakteur der Bildzeitung, Sie wissen, welche Sätze man aufeinander folgen lassen kann und welche nicht. ‚Früher‘ gab es übrigens auch keine Pressefreiheit. Schön, dass Sie heute in so glorreichen Zeiten leben.”

Und selbst auf der Facebook-Seite der Wagner-Kolumne wird heftig diskutiert: “Dass wir jetzt froh sein sollten, nicht mehr in die Gaskammer oder ins Gefängnis gesteckt zu werden, ist ein Hohn. Und das wir jetzt auch noch froh sein sollen darüber, ist ein Witz“, schreibt dort ein Nutzer. Ein anderer User merkt an: "Tja Wagner, es gibt wohl auch einen Shitstorm ausserhalb ihres Kopfes." Auf fünf Likes hagelte es auf Facebook bislang über 100 Kommentare.

Die Kommentarfunktion unter dem Bild.de-Artikel hat die Redaktion wohl in weiser Voraussicht deaktiviert.

Werbeanzeige

Alle Kommentare

  1. Kitzhaber har sagt Nike nærmede hans personale omkring en måned siden, siger selskabet blev bejlet af andre stater, men ville udvide i Oregon, hvis embedsmænd lovede at holde på plads de betydelige skattefordele for virksomheder, der beskæftiger mange mennesker i Oregon, men sælger det meste af deres varer andre steder.Overvej Disse 8 Stipendier til håbefulde forfattere

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige