RTL Group: Rekordergebnis in Deutschland

Fernsehen Die Eurokrise geht auch der RTL Gruppe nicht spurlos vorbei. Wegen der schwierigen wirtschaftlichen Situation sind mittlerweile viele europäischen Werbemärkte unter Druck geraten. Die Folge: Die Bertelsmann-Tochter konnte im ersten Halbjahr dieses Jahres ihren Umsatz um 2,5 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro steigern. Allerdings verzeichnete der Nettogewinn einen Rückgang um 15 Prozent auf nun 274 Millionen Euro. Für Deutschland gelten die schwierigen Vorzeichen offenbar noch nicht. So fuhr die hiesige Fernsehtochter ein operatives Rekord-Halbjahresergebnis ein.

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So lag das EBITA-Ergebnis der Kölner bei 280 Millionen Euro – 4,5 Prozent vor Vorjahr.Verantwortlich für den Umsatz-Rückgang der Gesamtgruppe sollen höhere Investitionen in das Programm, schwierige Märkte in anderen Ländern und Portfolio-Effekte gewesen sein. Die Umsatzrendite liegt bei 18 Prozent. 
Weniger Freude hat das Management zur Zeit bei der Produktions-Tochter FremantleMedia. Hier ging der EBITA auf 40 Millionen Euro zurück. Vor allen der hohe Kostendruck, der von den TV-Sendern ausgeübt wird, macht dem Produktionsgeschäft offenbar zu schaffen.

In einem gemeinsamen Statement erklären die CEOs Anke Schäferkordt und Guillaume de Posch, dass die RTL-Gruppe ein „solides“ erstes Halbjahr hinter sich gebracht hätte. Für das Gesamtjahr erwartet das Führungstandem ein Ergebnis, das sich auf dem Niveau des Rekordabschluss des vergangenen Jahres bewege.
Nachdem Schäferkordt und de Posch im April gemeinsam die Führung des Konzerns übernommen haben, geben sie nun einen ersten Ausblick auf ihre Strategie, mit dem sie die RTL-Gruppe in den kommenden Monaten und Jahren fit für die künftigen Herausforderungen machen wollen. So sollen weitere neue Kanäle aufgebaut werden, die nach Möglichkeit auch neue Zielgruppen ansprechen sollen.
Zudem will man in Know-how und Ideen im Bereich US-Entertainment, Kinderunterhaltung und Gaming investieren. Darum soll sich vor allem FremantleMedia kümmern. Außerdem soll das Digital-Geschäft über alle Plattformen und Screens ausgebaut werden. Die RTL-Marken sollen überall da präsent sein, „wo die Zuschauer Qualitäts-Content suchen“.
Zu der TV-Gruppe, die ihren Hauptsitz in Luxemburg hat, gehören 46 Fernseh- und 29 Radiostationen in neun Ländern Europas. In Deutschland zählen dazu RTL, RTL II, Super RTL, RTL Nitro, n-tv und Vox. Mit mehr als 92 Prozent ist Bertelsmann der größte Gesellschafter der RTL Group.

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