G+J stellt Season nach vier Ausgaben ein

Publishing Aus für Season: Gruner + Jahr stellt mit der in dieser Woche erscheinenden vierten Ausgabe das Frauenmagazin ein. Damit bestätigte der Verlag am Mittwoch eine Meldung von Wuv.de. Von der ersten Ausgabe hatte man zwar 121.000 Hefte verkauft. Eine tragfähige wirtschaftliche Perspektive sei dennoch nicht gegeben gewesen. Das zweimonatlich in München produzierte Magazin konnte sich demnach nicht im äußerst schwierigen Markt der Frauenzeitschriften durchsetzen.

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Die aktuelle vierte Ausgabe ist seit Mittwoch am Kiosk. Angetreten war Season als "Geheimwaffe gegen das Chaos, gegen den Informations-Overkill", wie Chefredakteurin Bettina Wündrich im Editorial der ersten Ausgabe vom Februar schrieb. Produziert wurde das laut MEEDIA-Blattkritik vom Februar "paradoxe" Frauenmagazin von einer Crew ehemaliger Condé-Nast-Topkräfte, zusammengefasst in der Storyboard GmbH mit Sitz in München. Marke, Domains und Rechte an Season würden nun wieder zu Storyboard zurückgehen, gab G+J am Mittwoch bekannt.
„Wir bedauern die Einstellung von Season sehr", erklärt Felix Friedlaender, Verlagsleiter Brigitte-Gruppe und verantwortlich für Season. "Die gesamte Season-Mannschaft hat hervorragende Arbeit geleistet." Die Einstellung sei das Ergebnis einer notwendigen wirtschaftlichen Überprüfung. "Wir sind jedoch ein mutiges und kreatives Team, das auch weiterhin an neuen Konzepten arbeitet und neue Projekte auf den Markt bringen wird."
Die Druckauflage der zweimonatlich erschienenen Frauenzeitschrift lag bei 300.000. Obwohl der Verlag sich über 121.000 verkaufte Exemplare freuen konnte, scheint sich das Anzeigengeschäft nicht den Erwartungen entsprechend entwickelt zu haben. Online setzte das Projekt auf einen E-Commerce-Ansatz. Alle Produkte, die in der gedruckten Ausgabe vorgestellt werden, konnten die Leser auch im Web kaufen. 

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