Die wichtigsten Fakten zur De-Mail

Publishing Nun soll sie endgültig starten: die De-Mail. Die Deutsche Telekom und 1&1 (Web.de, GMX.de) wollen am 31. August ihren Dienst für sichere und rechtsverbindlich e-Mails auf den Markt bringen. Auch erste Unternehmen sind dann bereits dabei. Mit ihrer hohen Reichweite könnten die beiden Anbieter dem Dienst, der auf eine Initiative des Bundesinnenministeriums zurückgeht, zum Durchbruch verhelfen. Über eine Million Nutzer soll sich bereits vorab registriert haben. MEEDIA beantwortet die wichtigsten Fragen zur De-Mail.

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Was ist die De-Mail überhaupt?
Die De-Mail soll langfristig im Rechtsverkehr den gedruckten Brief ersetzen oder zumindest ergänzen. Dafür hat die Politik 2011 eigens das De-Mail-Gesetz geschaffen. Danach können sich Anbieter, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen, vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik als De-Mail-Anbieter akkreditieren lassen.
Die De-Mail ist bewusst nicht verbunden mit dem herkömmlichen E-Mail-Verkehr. Das bedeutet: Man kann keine e-Mail von einer normalen e-Mail-Adresse an eine De-Mail-Adresse schicken oder umgekehrt. Die Telekom mit t-online und 1&1 mit ihren Mail-Anbietern web.de und GMX wollen die De-Mail aber an ihr bestehendes E-Mail-Angebot anbinden, um die Nutzung möglichst einfach zu gestalten.
Was kostet die De-Mail?
Die Registrierung ist im Normalfall kostenlos. Ebenso der Empfang von De-Mails. Beim Versenden entstehen Kosten. Für eine De-Mail sind das 39 Cent. Mitunter gibt es aber Ermäßigungen. So will die Telekom zum Beispiel besonders in der Startphase Gratisvolumen anbieten.
Muss man sich für eine De-Mail Adresse identifizieren?
Ja, das Ausweisen mit dem Personalausweis ist nötig. Dies ist zum Beispiel in Filialen der Anbieter möglich. Geplant sind aber auch Möglichkeiten, dies online von Zuhause aus zu tun. Hierfür ist der neue Personalausweis nötig.
Braucht nun jeder eine De-Mail?
Nein. Es ist nicht geplant, dass Firma oder Behörde in absehbarer Zeit ausschließlich De-Mails akzeptieren. Sollte sich der Dienst durchsetzten mag dies aber zu einem Zeitpunkt in der Zukunft eintreten. Die Telekom rechnet vor, das bis 2018 bis zu 29 Prozent der jährlich versendeten 17,5 Milliarden Briefe durch De-mails ersetzt werden könnten.
Sollte ich mir eine Adresse sichern?
Das hängt selbstverständlich in erster Linie davon ab, ob Sie den Dienst nutzen wollen und auch können. Für letzteres ist es notwendig, dass die Firmen oder Behörden, mit denen sie im Schriftverkehr sind, das Angebot auch nutzen (siehe nächste Frage). Unabhängig davon kann es sich lohnen, sich seine persönliche De-mail-Adresse zu sichern. Da die Adresse nach dem Prinzip Vorname.Nachname@provider-de.mail angelegt wird, entsprechend dem Namen in Personalausweis, wird es bei häufig vorkommenden Namens-Kombinationen vorkommen, dass diese mit einer Zahl ergänzt werden. Außerdem können Nutzer zusätzlich Adressen mit Pseudonym anlegen, die mit "pn_" zu Beginn gekennzeichnet sind. Auch hierbei gilt: Wer zuerst kommt, hat die Auswahl. Laut Angaben von web.de und GMX haben dort bereits über eine Million Kunden sich eine De-Mail-Adresse reserviert.
Wer ist bei De-Mail dabei?
Zum Start der De-Mail von Telekom und 1&1 sind auch die Großunternehmen Allianz, HUK24 und Targo-Bank dabei. Außerdem einige Kommunalverwaltungen wie die Düsseldorfs sowie die Deutsche Rentenversicherung Bund. Laut Telekom ist die Zahl der Unternehmen, die De-Mail künftig einführen wollen bereits fünfstellig.
Sind Telekom und 1&1 die einzigen De-Mail Anbieter?
Die beiden genannten Unternehmen sind zwar die bekanntesten und reichweitenstärksten, aber nicht die einzigen De-Mail-Anbieter. Neben ihnen ist bislang auch die Mentana-Claimsoft GmbH offiziell zugelassen. Weitere Firmen könnten folgen. Zudem bietet die Deutsche Post den E-Postbrief an, der sich jedoch von der De-Mail unterscheidet.
Was ist der Unterschied zum E-Postbrief der Deutschen Post?
Vereinfacht gesagt ist der E-Post-Brief schlichtweg keine De-Mail. Das Angebot ist nicht als solches vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zugelassen, da es bislang nicht die gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Dadurch kann der E-Postbrief zum Beispiel nicht von Behörden genutzt werden. Die Post möchte bis Ende des Jahres jedoch ein eigenes Angebot nach dem De-Mail-Standard anbieten.
Wann startet die De-Mail?
Richtig starten wollen web.de, GMX und t-online am 31. August. Die Vor-Registrierung einer De-Mail-Adresse ist aber bereits möglich.
Wo gibt es weitere Informationen?
Neben den Anbietern informiert der Bund umfangreich über die De-Mail. Hierfür wurde eigens die Seite www.de-mail.de angelegt.

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