Westdeutsche Zeitung entlässt 40 Mitarbeiter

Publishing Die in Wuppertal, Düsseldorf und Krefeld ansässige Westdeutsche Zeitung hat knapp ein Fünftel der Mitarbeiter entlassen. Das berichtet Newsroom.de. Insgesamt habe es 40 Kündigungen gegeben. Die entlassenen Mitarbeiter erhalten dem Bericht zufolge ab dem 1. Dezember die Möglichkeit in eine Transfergesellschaft zu wechseln. "Wir haben ein Markt- und Strukturprogramm aufgestellt, um auf den Wandel in der Medienbranche zu reagieren", zitiert Newsroom den Verlags-Geschäftsführer Kersten Köhler.

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Köhler glaube an "eine wirtschaftliche Stärkung" des Blattes, dass zum W. Girardet Verlag gehört. Die Zeitung wolle sich nun auf den Kernmarkt konzentrieren, heißt es im Bericht. Sogar weitere lokale Print- und Online-Produkte seien geplant. Als Ziel nennt der Geschäftsführer "eine zielorientierte Angebotsbreite", ohne jedoch konkret zu werden, welche Angebote geplant seien.
Die Westdeutsche Zeitung steht als Regionalzeitung für den Niederrhein und den westlichen Teil des Ruhrgebiets vor allem in Konkurrenz zur deutlich größeren Rheinischen Post, die ebenfalls ihren Redaktionssitz in Düsseldorf hat. Beide Zeitungen arbeiten aber in Teilbereichen zusammen, zum Beispiel im Vertrieb.Die Auflagezahlen der Westdeutschen Zeitung sind in den vergangenen Quartalen überwiegend gesunken. Anfang 2000 verzeichnete die Tageszeitung noch einen Gesamtverkauf von über 165.000 Exemplaren. Im zweiten Quartal 2012 lag sie nur noch knapp über 100.000. Auch die Abozahlen sanken im gleichen Zeitraum stark: von über 142.000 auf zuletzt knapp unter 90.000.
Mit der großen Zahl an Entlassungen auf einen Schlag folgt die Westdeutsche Zeitung dem allgemeinen Trend. In den meisten anderen Verlagshäusern erfolgte dieser Schritt aber bereits vor einigen Jahren. Vor allem zwischen 2000 und 2005 gab es vielerorts Entlassungen im größeren Stil.

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