Web-Player: Google TV startet in Deutschland

Tech Nach zwei Jahren auf dem US-Markt sollen auch deutsche Nutzer in den Genuss von Internetfernsehen kommen: Google stellte am Dienstag in Hamburg in Kooperation mit Sony sein Google TV vor. Damit wagt der Internetriese den lang erwarteten Schritt auf den deutschen Fernsehmarkt. Der Web-Player soll jeden Fernseher webtauglich machen. Allerdings fehlen zum Start zwei wichtige Features, die entscheidend für den Erfolg der Set-Top-Box sein könnten.

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Nach zwei Jahren auf dem US-Markt sollen auch deutsche Nutzer in den Genuss von Internetfernsehen kommen: Google stellte am Dienstag in Hamburg in Kooperation mit Sony sein Google TV vor. Damit wagt der Internetriese den lang erwarteten Schritt auf den deutschen Fernsehmarkt. Der Web-Player soll jeden Fernseher webtauglich machen. Allerdings fehlen zum Start zwei wichtige Features, die entscheidend für den Erfolg der Set-Top-Box sein könnten.

Nach verhaltenem Erfolg auf dem US-Markt bringt Sony in Zusammenarbeit mit Google das erste Google-TV-taugliche Heimkinogerät nach Deutschland. Ab dem 1. September sollen Kunden den Internet-Player in Deutschland vorbestellen können. Die Auslieferung ist für Mitte September angesetzt. Zu dem Gerät soll im Laufe des Jahres noch ein Blu-ray Player mit voller Google-TV-Funktionalität hinzukommen.
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Damit kommen deutsche Nutzer mit zwei Jahren Verspätung in den Genuss von Google TV, das bereits 2010 in den USA an den Start ging. Dabei verkaufen sich Smart-TVs hierzulande gut. Die Zahl der verkauften Geräte steigt in diesem Jahr um etwa 68 Prozent auf 19,1 Millionen. Das gab der Hightech-Verband Bitkom auf Basis aktueller Daten des European Information Technology Observatory (EITO) bekannt. Der größte Abnehmer für die intelligenten Fernseher ist Deutschland. 
Die Technik von Sony, die Software von Google

Das hat auch Sony erkannt. Und so hält das Gerät, was man sich von einem Google-TV-Player verspricht. Die kleine Box soll mit zwei HDMI-Kabeln mit dem Fernseher und einer existierenden Set-Top-Box verbunden werden. Ins Internet kommt das Gerät via WLAN. Über diese Lösung soll der Google-Player parallel zum laufenden Programm Inhalte aus dem Web anzeigen.

Zweiseitige Fernbedienung: vorne Touchpad, hinten Tastatur

Gesurft wird mit Googles hauseigenem Browser Chrome. Außerdem stehen zum Start 150 Apps für Spiele, Musik, Sport und Nachrichten zum Abruf bereit. Das Google-TV-Betriebssystem basiert auf dem mobilen Betriebssystem Android. Eingaben funktionieren über eine spezielle Fernbedienung. Auf der einen Seite befindet sich ein Touchpad, mit dem sich der Mauszeiger komfortabel steuern lässt. Die andere Seite bietet eine hintergrundbeleuchtete QWERTZ-Tastatur zur schnellen Eingabe von Suchbegriffen.

Ebenso gut soll sich die kostenlose App „Media Remote" für Android und iOS auf Smartphones nutzen lassen. Der reine Internetplayer Sony NSZ-GS7 kostet 199 Euro. Den 100 Euro teureren Blu-Ray-Player hat Sony um ein halbes Jahr verschoben.
Der Kampf ums Wohnzimmer
Ebenfalls müssen sich Nutzer gedulden, die vom deutschen Google-TV die volle Funktionalität der US-Version erwarten. So wird die Online-Videothek Google Play Movies vorerst nicht auf dem Sony-Player verfügbar sein, wie Heise berichtet. Auch lässt sich mit der Box noch nicht nach laufenden Sendungen suchen. Nutzer in den USA können die enge Verzahnung zwischen der vorgeschalteten Set-Top-Box und dem Google-Player verwenden, um Sendungen über den umfangreichen Programmführer aufzunehmen. Wann das deutsche Google-TV über diese Features verfügen wird, ist noch nicht bekannt. Auf dem Event in Hamburg versprachen die Unternehmen allerdings, dass der Launch nur der erste Schritt einer langen Reise sein werde.
Damit tritt Google neben dem Mobilmarkt in einem weiteren Segment den Kampf gegen Apple an. Der Konzern aus Cupertino hat bereits die dritte Generation seines Apple TV auf dem Markt, das sich allein im vergangenen Quartal über eine Millionen Mal verkaufte. Wie das Wall Street Journal in Erfahrung gebracht haben will, befindet sich Apple außerdem in Gesprächen mit einigen großen US-Kabelnetzbetreibern. Im Mittelpunkt der Gespräche soll die Entwicklung einer Set-Top-Box sein, die neben Streaming auch Live-TV wiedergeben könnte.

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