Gericht: Hilder-Kündigung unwirksam

Publishing Bernd Hilder bleibt Angestellter der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft. Laut der Leipziger Internetzeitung entschied das Arbeitsgericht Leipzig, dass die Kündigung des ehemaligen Chefredakteurs der Leipziger Volkszeitung (LVZ) unwirksam ist. Abgelehnt hat das Gericht jedoch den Antrag, welchem zufolge Hilder auf seinem alten Posten weiterbeschäftigt hätte werden müssen – es sei für die Zeitung nicht umutbar.

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Auch den Antrag der Zeitung, das Arbeitsverhältnis aufzulösen, lehnte das Gericht ab. Dadurch hat Hilder nun beste Chancen auf eine hohe Abfindung, wie die Leipziger Internet Zeitung berichtet. Hintergrund: Als Hilder im vergangenen Jahr erfolglos versuchte, Intendant des MDR zu werden, habe er kritische Berichterstattung zu diesem Thema verhindert, so der Vorwurf, der zur Kündigung geführt hatte.
Die Leipziger Internet Zeitung berichtet, dass LVZ-Anwalt Horst Kappel keine guten Worte für den Ex-Chefredakteur fand: "Das Lokale hat ihn nicht interessiert, obwohl Marktforschungsstudien empfohlen hatten, das Lokale zu stärken", zitiert sie ihn in einem Bericht.
Der Anwalt von Bernd Hilder seinerseits warf dem Verlag vor, dass sein Verhalten vor der Kündigung nie beanstandet worden sei. Dies war für das Gericht auch der ausschlaggebende Punkt, Hilder recht zu geben. "Es hätte zumindest einer Abmahnung bedurft", bgrünete Richterin Jasmin Schwarze das Urteil.

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