3,1 Mio. Deutsche saugen illegal Medien

Publishing Wie steht es wirklich um die Zahlungs-Moral und Gesetzestreue der deutschen Surfer? Im Auftrag der Musikindustrie und des Börsenvereins hat die GfK die digitale Content-Nutzung in Deutschland untersucht. Demnach haben mehr als ein Drittel aller Deutschen (22,1 Mio.) 2011 Medieninhalte online genutzt oder heruntergeladen – ein Plus von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. 3,1 Mio. nutzen dabei ausschließlich illegale Quellen. Sechs Millionen waren sogenannte „Mischverwender“.

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Diese Gruppe griff sowohl auf legale als auch verbotene Quellen zu. 7,2 Millionen (44 Prozent) nutzen dagegen ausschließlich legale Inhalte. Insgesamt stehen den 16,3 Millionen „Downloadern“ immer noch 47,3 Millionen Deutsche gegenüber, die gar keinen Content, ob nun Film oder Musik im Internet herunterladen. Trotz der Einstellung von Kino.to sind für 2,5 Millionen Personen illegale Streaming-Portale für Filme noch immer die am häufigsten genutzte Bezugsquelle.

Allerdings soll auch das Bewusstsein der Verbraucher dafür gestiegen sein, welche Angebote zu den illegalen Nutzungsmöglichkeiten zählen. Insbesondere die Kenntnisse über illegale Filmstreaming-Portale und P2P-Netzwerke hätten stark zugenommen. So kommt die Untersuchung zu dem Schluss, dass 97 Prozent der Bevölkerung wissen würden, dass das Anbieten von urheberrechtlich geschützten Medieninhalten über Peer-to-Peer-Netze nicht zulässig sei.

Auch mit der richtigen Bestrafung für die Nutzung von urheberrechtlich geschützten Material beschäftigt sich die Befragung. So lehnt die Mehrheit der Deutschen Internetsperren ab. Bußgelder stießen allerdings auf die Zustimmung von immerhin 77 Prozent.

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