TV-Managerin Kraft will gegen Wulff aussagen

Publishing Es kommt Bewegung in den Fall Wulff vs. Glaeseker: Die langjährige Sat.1-Unterhaltungschefin Edda Kraft will gegen den Ex-Bundespräsidenten aussagen. Der habe sehr wohl von den Urlaubsreisen seines Sprechers gewusst, erklärte die TV-Managerin. Es geht um die Übernachtung in den Ferienhäusern des Eventmanagers Manfred Schmidt. Kraft gab in der BamS zu Protokoll, gegen Wulff und für Glaseker aussagen zu wollen. Die Aussage des Ex-Politikers gerät damit ins Wanken.

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So hätten unter anderem Wulffs Ex-Frau Christiane und deren gemeinsame Tochter mit dem Ehepaar Glaeseker Urlaub in einem der Feriendomizile von Schmidt gemacht. Wulff sagte bei der Staatsanwaltschaft Hannover aus, dass er von den Vorhaben seines Sprechers nichts gewusst habe. Die Urlaube waren offenbar als Dankeschön für geleistete Arbeit zu verstehen. Genauer: für die Beteiligung an der Sponsorenakquise für Schmidts Nord-Süd-Dialoge.
 
Wulff muss davon gewusst haben, glaubt Kraft. Er und Glaeseker hätten ein enges Verhältnis gepflegt. Außerdem gerät Wulffs Aussage von anderer Seite ins Wanken. So berichtet die BamS außerdem von einem Treffen im Oktober 2009 in Hannover, bei dem der Ex-Bundespräsident eine Rede gehalten hätte, um weitere Sponsoren für die Schmidt-Events zu gewinnen. Wulff hatte in seiner Aussage zu Protokoll gegeben, dass die Sponsorenakquise durch Glaeseker ohne seine Wissen und gegen seinen Willen abgelaufen sei.

Die TV-Managerin Kraft war laut BamS mit Wulff und Glaeseker befreundet, kannte außerdem Eventmanager Schmidt. Vor ihrer Zeit als Unterhaltungschefin bei Sat.1 war Kraft als Geschäftsführung bei Medienkontor tätig.

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