Journalisten-Portal Leidmedien startet zu Paralympics

Publishing Behinderte sind hilflose Menschen, die es im Leben schwer haben - oft enden journalistische Beiträge über dieses Thema in solchen Klischees. Der Verein Sozialhelden möchte das ändern und präsentiert zu diesem Zweck ein neues Web-Portal speziell für Medienschaffende: Leidmedien.de liefert ihnen Tipps und Hinweise für eine andere Art der Berichterstattung.

Werbeanzeige

Am 29. August beginnen in London die Paralympischen Spiele, Behinderte sind also aktuell ein Thema in der Öffentlichkeit. Die Macher wollen mit ihrer Seite Journalisten Tipps und Hinweise geben, um allzu klischeebeladene Beiträge in Zukunft zu vermeiden. Sätze wie "Trotz ihrer Behinderung meistert sie ihr Leben" oder "Er leidet an Muskelschwund und ist an den Rollstuhl gefesselt" transportierten ein einseitiges Bild. Behinderte würden dadurch in erster Linie als Leidende, Opfer oder Helden wahrgenommen.
Raul Krauthausen, Vorstand der Sozialhelden und selbst Rollstuhlfahrer, erklärt, dass in den letzten Jahren vermehrt über Menschen mit Behinderungen berichtet wurde: "Bei der Berichterstattung ist uns aber öfters aufgefallen, dass nicht nur Themen wie Inklusion oder Barrierefreiheit im Mittelpunkt standen, sondern auch die Leistung betont wird, die ein Mensch ‘trotz’ seiner Behinderung geschafft hat. Mit Leidmedien.de wollen wir aber nicht kritisieren, sondern einen Service für Journalisten und Journalistinnen anbieten."
Dazu gehören beispielsweise Tipps für das Treffen mit behinderten Interviewpartnern und Einblicke in die Geschichte behinderter Menschen. In Gastbeiträgen berichten z. B. die Paralympics-Teilnehmerin Christiane Reppe und die Kommunikationsberaterin Annette Schwindt über ihre Erfahrungen. Unterstützt wird das Projekt von der Robert-Bosch-Stiftung.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige