Australien: Zigaretten nur noch im Abschreckungs-Look

Marketing Olivgrünes Einheitsdesign, großflächige Bilder von Mundkrebs oder kranken Kindern und nur ganz kleine Markenkennzeichnungen: So sehen Zigarettenschachteln in Australien ab Dezember aus. Die Tabakindustrie hatte sich vor Gericht gegen die Auflagen zur Wehr gesetzt – vergeblich.

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Als Argument hatten die Konzerne angeführt, dass durch die rigiden Vorschriften ihre Markenwerte schaden nehmen würden. Dieser Logik schloss sich der oberste Australische Gerichtshof nicht an. Die von der Regierung eingebrachten Vorgaben folgen einer Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation und sollen vor allem junge Menschen vom Rauchen abhalten.
"Diese Entscheidung ist eine Erleichterung für alle Eltern, die sich darum sorgen, dass ihr Kind in diese tödliche und abhängig machende Gewohnheit verfällt" schreiben die australische Gesundheitsministerin Tanya Plibersek und ihre Amtsvorgängerin und jetztige Generalstaatsanwältin Nicola Roxon in einer gemeinsamen Presseerklärung.
Sie fordern die Tabakfirmen auf, ihre Versuche diese Reform international zu torpedieren, einzustellen. Stattdessen sollen sie die Umsetzung vorantreiben. Andere Länder, darunter Norwegen und Großbritannien, arbeiten derzeit an ähnlichen Regulierungen.

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