Wie Sie mehr Viralität auf Facebook erzeugen

Publishing Bilder gehen immer und bloß nicht zu viel Text: Wer auf Facebook Erfolg haben will, der muss seine Fans auch animieren können. Aber wie lässt sich Viralität am besten erzeugen? Die österreichische Kommunikations-Agentur Knallgrau hat in Zusammenarbeit mit dem FH Johanneum vier Wochen lang 2324 Facebook-Postings von 100 Facebook-Seiten von B2C-Brands aus der DACH-Region analysiert. Ein Ergebnis der Umfrage: Fragen hilft nur bedingt, dafür umso besser antizyklisches Posten.

Werbeanzeige

Wer etwas von seinem Gegenüber wissen will, der fragt. Das funktioniert im “echten Leben”, also auch auf Facebook. Zumindest ist das eine weit verbreitete Meinung unter Seitenbetreibern. Wie die österreichische Agentur knallgrau und das FH Johanneum nun herausfanden, stimmt das nur bedingt. Die Viralität von Einträgen wurde durch die Aufforderung zur Diskussion nicht signifikant erhöht, so ein Ergebnis der Studie. Die Agentur kommt sogar zu dem Schluss, dass Nutzer zu häufiges Fragestellen als lästig empfinden. Nach dem Motto: "Wenn ich meine Meinung mit anderen teilen will, dann tue ich das ungefragt. Schließlich gehe ich nicht mehr zur Schule!"  Zu den untersuchten Marken zählen unter anderem Ikea, Haribo, Thalia, Axe und Douglas, mit durchschnittlich 112.000 Fans pro Seite und run 23 Beiträgen pro Monat. 

Besser als Fragen würden konkrete, einfache Formulierungen mit emotionalem Charakter helfen. Allerdings hätten nur zwölf Prozenten der analysierten 2324 Seiteneinträge ein emotionalisierendes Element. Zudem würde alles, was den Konsum des Inhaltes unnötig in die Länge zieht, die virale Verbreitung beeinträchtigen. Dazu zählt unter anderem das Einbinden von Links und Videos. Die Untersuchung zeigte, dass Beiträge mit Textlängen unter vier Zeilen am besten funktionieren. Fügt man noch ein Bild hinzu, steigt die Viralitätsrate laut Studie um 69 Prozent. Sehr gut funktionieren Umfragen unter Nutzern, hier steigt die Viralität um 139 Prozent.

Eine weitere Erkenntnis der Facebook-Studie: Es hilft dann zu posten, wenn die Konkurrenz inaktiv ist. Etwa am Wochenende: Sonntags lassen sich die besten Viralitätswerte erzielen.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist zudem nicht nur der Inhalt, sondern auch die Frequenz, mit der Marken Einträge auf Facebook veröffentlichen. So erzielten Unternehmen, die in den vier untersuchten Wochen maximal zehn Statusmeldungen verfassten, mehr Nutzer als solche, die öfter posteten.

Zusammenfassend lässt sich die Viralität von Einträgen folgendermaßen erhöhen: Verfassen Sie knappe, konkrete Einträge mit Bildern, idealerweise ohne Links oder Videos, übertreiben Sie es nicht bei der Anzahl von Statusmeldungen und legen Sie einen stärkeren Fokus auf die Social-Media-Arbeit am Wochenende. Weitere Erkenntnisse der Studie lassen sich in der Präsentation von knallgrau nachlesen.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige