6 Dollar: Groupon-Aktie fällt ins Bodenlose

Neues Börsendrama für Groupon: Die Aktie des Schnäppchenportals wird nach Handelsschluss selbst mit einem erheblichen Discount gehandelt. Um schon wieder 20 Prozent ging es an der Wall Street krachend auf neue Allzeittiefs bei nur noch rund 6 Dollar nach unten. Der Grund: Die vorgelegten Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal verschreckten Anleger. Groupon blieb sowohl bei den Umsätzen im abgelaufenen als auch im laufenden Quartal unter den Erwartungen. Da halfen auch unter dem Strich kleinere Gewinne nichts.

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Neues Börsendrama für Groupon: Die Aktie des Schnäppchenportals wird nach Handelsschluss selbst mit einem erheblichen Discount gehandelt. Um schon wieder 20 Prozent ging es an der Wall Street krachend auf neue Allzeittiefs bei nur noch rund 6 Dollar nach unten. Der Grund: Die vorgelegten Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal verschreckten Anleger. Groupon blieb sowohl bei den Umsätzen im abgelaufenen als auch im laufenden Quartal unter den Erwartungen. Da halfen auch unter dem Strich kleinere Gewinne nichts. 
Der einst hoch gewettete Internet-Star Groupon kommt aus der Talsohle an der Börse einfach nicht heraus.  Gerade mal noch 6 Dollar bewilligen Anleger für Anteilsscheine von Groupon – im November vergangenen Jahres waren die Aktien an der Börse noch für 20 Dollar ausgegeben und am ersten Handelstag für sogar 31 Dollar gehandelt worden. 
Das Rabattportal ist damit selbst zum größten Discount verkommen: Ein Dreivierteljahr nach dem IPO gibt es die Aktie um schlappe 70 Prozent billiger – ganz so, wie der Schnäppchenanbieter selbst für seine Deals wirbt. Ob Groupon damit selbst ein Schnäppchen ist, wird erst die Zukunft zeigen. 
Die Umsätze enttäuschen
Fakt ist, dass die Börsianer mit der Gegenwart und jüngeren Vergangenheit alles andere als zufrieden sind: Um krachende 20 Prozent wurde das Papier nach Handelsschluss an der Wall Street brutal abverkauft.

Auslöser waren die schwächer als erwarteten Quartalszahlen, bei den Groupon gleich doppelt patzte: Die Umsätze im abgelaufenen zweiten Quartal blieben mit 568 Millionen Dollar unter den Analystenschätzungen, die noch 578 Millionen gelegen hatten.

Auch im laufenden Quartal muss Groupon Anleger enttäuschen: Statt der erwarteten Erlösen von 606 Millionen Dollar sieht Groupon "nur" Umsätze in Höhe von 600 Millionen Dollar. 
Groupon verdient 28 Millionen Dollar
Da half auch das unter dem Strich erste positive Quartal seit dem Börsenlisting nichts: 8 Cent je Aktie verdiente Groupon zwischen April und Juni auf Proforma-Basis, die Wall Street hatte nur mit 3 Cent je Anteilsschein gerechnet. Netto blieben immerhin noch 4 Cent oder 28,4 Millionen Dollar, nachdem Groupon im Vorjahr noch 107 Millionen Dollar verloren hatte. 
Verantwortlich für den Kurssturz dürfte indes die Dynamik sein, in der das Wachstum verebbt: Die Umsätze legten zuletzt nur noch um 45 Prozent zu, nachdem im Vorjahr noch eine Verdopplung vorlegt wurde. Im laufenden Quartal soll sich das Umsatzwachstum nach eigenen Angaben gar bis auf 35 Prozent verlangsamen. 

Bilanz-Knackpunkt Bruttoumsatz-Rückgang

Weitaus schlimmer jedoch: Die Bruttoumsätze sind mit 1,29 Milliarden Dollar tatsächlich das erste Mal seit Konzernbestehen in einem Quartal gegenüber dem Vorquartal negativ. Im Märzquartal lagen die Bruttoumsätze noch bei 1,35 Milliarden Dollar.

"In anderen Worten: Wenn sich der Trend so fortsetzt, sehen wir bald Negativwachstum", erklärt Henry Blodget bei Business Insider den eigentlichen Grund für den brutalen Kurssturz von 20 Prozent nach Handelsschluss. 

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