ZDF plant Live-Schalte zum Weltuntergang

Fernsehen Ist das noch Wissenschaftsjournalismus oder schon Popkultur? Das ZDF plant rechtzeitig zum Ende des Maya-Kalenders eine Live-Sendung vom Weltuntergang. Präsentiert werden soll das Format vom Münchner Physiker Harald Lesch, der bereits mehrere ZDF-Sendungen moderiert. "Wir werden live beim Weltuntergang dabei sein, wir werden alles tun, um mit der Welt, die den Weltuntergang am 21. Dezember schon hinter sich hat, in Kontakt zu treten", wird der 52-Jährige von der Süddeutschen Zeitung zitiert.

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"Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen", schreibt Douglas Adams in seinem Buch "Das Restaurant am Ende des Universums." Nach Ansicht einiger Leute ist es mit dem Spuk Ende dieses Jahres wieder vorbei, denn dann endet der Maya-Kalender- und das bedeute nicht weniger als den Weltuntergang. So heißt es zumindest in der einschlägigen Verschwörungsliteratur.
Das ZDF wurde bislang nicht verdächtigt, diesen Theorien anzuhängen. Doch jetzt wird bekannt: Am 21. Dezember soll eine Live-Sendung vom Weltuntergang ausgestrahlt werden. Die genaue Uhrzeit für die Sendung sei jedoch noch nicht gewiss, "aber es wird in jedem Fall live sein", so Harald Lesch. Der Wisenschaftler kündigte das Format laut Süddeutscher Zeitung am Rande der Aufzeichnung der 100. Ausgabe der Sendung „Leschs Kosmos“ an. Er werde es auch moderieren.
Das ZDF bestätigt auf Anfrage von MEEDIA die Überlegung zu einer solchen Sendung. Es handle sich bislang jedoch lediglich um eine "grobe Planung", zu der es noch nichts Genaues zu berichten gebe. 
Harald Lesch ist Professor für Physik an der Universität München und für Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie München. Schon in der Vergangenheit wirkte er an mehreren wissenschaftsjournalistischen TV-Formaten mit, seit einigen Jahren exklusiv für das ZDF. Hier ist er Moderator der Reihen "Abenteuer Forschung", "Terra X – Faszination Universum" und "Leschs Kosmos", die alle in den kommenden Monaten mit neuen Folgen aufwarten. Lesch erhielt im April 2012 den Bayerischen Fernsehpreis.
Zu seinen Stärken gehören auch philosophische Betrachtungen über die Wissenschaft. Dass der 52-Jährige mit einem tatsächlichen Weltuntergang in seiner Sendung rechnet, darf eher ausgeschlossenen werden. Sicherheitshalber sollte er aber vielleicht dennoch darauf bestehen, sein Honorar im Vorfeld überwiesen zu bekommen…

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