Wallraff: Verdacht der Manipulation von Dokumenten

Publishing Dem Enthüllungsjournalist Günther Wallraff wird vorgeworfen, im Rahmen der Recherchen für eine Bericht über schlechte Arbeitsbedingungen in einer Großbäckerei für das Zeit-Magazin aus dem Jahr 2008, eidesstattliche Versicherungen von Mitarbeitern manipuliert zu haben. Das berichtet der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe. In einem Fall hätte man sogar eine Unterschrift gefälscht.

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Nach der Berichterstattung durch das Zeit-Magazin hatte die Staatsanwalt gegen den Betreiber der Großbäckerei Weinzheimer im Hunsrück ermittelt. Das Unternehmen musste schließen. Die Aussagen von Mitarbeitern waren wichtige Indizien im Prozess gegen den Unternehmer. Wie der Spiegel nun berichtet, behauptet Wallraffs ehemaliger Mitarbeiter André Fahnemann, er und Wallraff hätten für die eidesstattlichen Versicherungen Aussagen bearbeitet und über die Blanko-Unterschriften von Mitarbeitern montiert.
In einem Fall will Fahnemann sogar die Unterschrift eines Bäckerei-Mitarbeiters gefälscht haben. Am vergangenen Freitag übergab Fahnemann laut Spiegel in Anwesenheit des Anwalts des Großbäckers diverse Unterlagen an die Staatsanwaltschaft. Man prüft nun die Dokumente.
Wallraffs Anwalt Winfried Seibert erklärte gegenüber dem Nachrichtenmagazin, dass es "üblich" sei, "mit Blankounterschriften zu arbeiten". Die Texte würden mit Zeugen abgestimmt. Von der gefälschten Unterschrift habe sein Mandant "erst im Nachhinein erfahren".

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