Drehbuch-Affäre: widersprüchliche Aussagen vor Gericht

Fernsehen Der Prozess um die Drehbuch-Affäre beim NDR hat eine unerwartete Wendung genommen. Neben der Ex-NDR-Fernsehspielchefin Doris Heinze sind auch deren Mann und eine Filmproduzentin angeklagt. Diese behauptet nun, Heinzes Mann hätte die Entscheidung getroffen, ein Pseudonym zu verwenden. Der sieht die Schuld bei seiner Kollegin.

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Während sich die beiden Mitangeklagten widersprechen, war Heinze selbst geständig. Unter den Decknamen "Marie Funder" und "Niklas Becker" hätten sie und ihr Ehemann Claus Strobel Drehbücher beim NDR eingeschleust, berichtet dpa. Ihr Gatte sagte aus, durch die Anstellung seiner Frau habe er beim NDR keine Chancen gesehen, Drehbücher einzureichen. Er sehe nicht Ungerechtes darin, ein Pseudonym zu verwenden. Darin pflichtete die mitangeklagte Filmproduzentin Heike Richter-Karst ihm bei. Man habe Neid in der Branche vermeiden wollen.
Heinze ist ist wegen schwerer Bestechlichkeit, schwerer Untreue und Betrugs angeklagt. Richter-Karst erklärte zu Beginn ihrer Aussage, dass ihre Berufstätigkeit seit Eröffnung des Verfahrens brachliege. "Von einer Minute auf die andere" sei die Allmedia-Produzentin freigestellt worden. Richter-Karst ist wegen Betruf und Bestechlichkeit angeklagt. Ein Urteil im Prozess wird für den 20. September erwartet.

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