Fall Drygalla: De Maizière kritisiert Medien

Fernsehen Verteidigungsminister de Maizière verteidigt die Olympia-Ruderin Nadja Drygalla. So forderte der CDU-Politiker in London mehr Zurückhaltung. Denn seiner Meinung nach wurde die Grenze zwischen privat und öffentlich überschritten. In diesem Fall ist der DJV-Chef Michael Konken allerdings anderer Meinung: „Wenn Sportverbände und das für den Sport zuständige Bundesinnenministerium die deutschen Olympioniken als Vorbilder präsentieren, müssen kritische Fragen erlaubt sein.“

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Weiter sagt der deutsche Journalistenverband, dass dies auch das Privatleben der Sportler in solchen Fällen miteinschließe, in denen menschenverachtendes und extremistisches Gedankengut eine Rolle spielt. „Toleranz und Fairness als sportliche Ideale vertragen sich nicht mit Rechtsextremismus.“

Allerdings begrüßte der DJV-Vorsitzende das dpa-Interview, in dem sich Drygalla klar von rechtsextremen Gedankengut distanziert hatte. Damit habe sie für die nötige Transparenz gesorgt. Immerhin sind sich Konken und de Maizière in diesem Fall einig.

Denn auch der Politiker zeigte sich „beeindruckt“ von der Erklärung. Ansonsten fragte sich der Verteidigungsminister, ob es „uns als Öffentlichkeit eigentlich wirklich zustehe, den Freundeskreis von Sportlerinnen und Sportlern zu screenen, zu gucken, was da los ist?“. Weiter sagte er: "Müssen wir von Sportlerinnen und Sportlern verlangen, dass sie offenbaren, mit wem sie befreundet sind, was die denken? Wo ist da die Grenze?"

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