Neuer Geschäftsführer bei Studio Hamburg

Fernsehen In der Phase des Umbruchs und der Umstrukturierung erweitert die NDR-Tochter Studio Hamburg das Top-Management: Kurt Bellmann, seit Dezember vergangenen Jahres im Feuerwehreinsatz bei der Degeto, wird zum 1. Oktober kaufmännischer Geschäftsführer. Der 53-Jährige komplettiert nach Informationen von MEEDIA die dann dreiköpfige Geschäftsführung, der neben ihm der Vorsitzende Carl Bergengruen und der künftige Vize Robin Houcken angehören.

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Im Traditionsunternehmen, das 1947 von Gyula Trebitsch gegründet worden war und das neben dem Studio Babelsberg zu den führenden TV-Produktionsstätten der Republik zählt, hatte zuletzt Unruhe geherrscht. Die Filmproduzenten hatten ihrem Unmut über die Auftragslage und -bedingungen mehrfach kollektiv Luft gemacht. Zudem hatte es Überlegungen gegeben, Teile des Immobilienbesitzes im Stadtteil Tonndorf zu veräußern. Hintergrund war die sich verschlechternde Auftragslage im Zuge der Krise, die 2011 sogar für rote Zahlen sorgte. Bei Studio Hamburg sind mehr als 1.500 Mitarbeiter (800 davon fest angestellt) beschäftigt. 
Um die Neuordnung und Ausrichtung auf das Zukunftsgeschäft in ruhigere Fahrwasser zu bringen, werden die Aufgaben in der Geschäftsführung teilweise neu sortiert: Bergengruen behält die Zuständigkeit für Produktion und Vertrieb, Houcken als Vize verantwortet Studiotechnik, Atelierbetrieb sowie die Immobilienbelange, Bellmann steht als studierter Wirtschaftswissenschaftler u.a. dem Fachbereich Finanzen vor. Seit 2003 war Bellmann für die ARD im Einsatz, wirkte zuvor in der ProSiebenSat.1-Gruppe und bei Kabel 1.
Zu den Kunden gehören laut Unternehmens-Website neben den öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern freie Film- und Fernsehproduzenten. Zum Portfolio der Produktionsgruppe zählen neben Kino- und Fernsehfilmen Reihen und Serien: „Tatort“, „Doctor´s Diary“, „Die Rettungsflieger“, „Der Dicke“, „Notruf Hafenkante“, „Die Schwarzwaldklinik“, „Doppelter Einsatz“, „Die Gerichtsmedizinerin“, „Großstadtrevier“, „Das Traumschiff“, „Familie Dr. Kleist“ oder „Stubbe – von Fall zu Fall“ sowie die ARD-Tierfilmdokumentationen. Mit der Telenovela „Rote Rosen“ realisiert Studio Hamburg auch industriell gefertigte Serien.

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