Grazia kämpft für Pussy Riot

Publishing Während in Russland die Stimmung kippt und sowohl Kirche wie Präsident Putin mittlerweile ein mildes Urteil für die Frauen-Punkband Pussy Riot begrüßen würden, startet in Hamburg die Grazia eine für sie einmalige Aktion und kämpft für die jungen Frauen. Das Magazin organisiert im Web und in ihrer kommenden Ausgabe eine Petition für die Freilassung der Angeklagten, an der bereits über 50 prominente Frauen teilgenommen haben. U. a. dabei: Pamela Anderson, Kristina Schröder und Angelika Jahr.

Werbeanzeige

"Wir covern das Thema schon seit April in Grazia", erklärt Chefredakteurin Claudia ten Hoevel gegenüber MEEDIA. Solche politischen Storys gehören bei dem Hamburger Frauenmagazin zum Konzept. "Es ist Teil der Grazia-DNA, über aktuelle News und gesellschaftliche Thema genauso zu berichten wie über Fashion und Stars." Im Fall der russischen Punkband sah sich die Redaktion offenbar ganz besonders in der Pflicht. Wobei man sich sicherlich nicht über eine entsprechend hohe Aufmerksamkeit für die Marke Grazia ärgern wird.

Dass der Redaktions-Protest zu spät kommt, glaubt ten Hovel nicht: "Selbst wenn sich jetzt auch Putin für ein mildes Urteil ausspricht, ist es besonders wichtig den Druck aufrecht zuhalten. Dass die weltweite Berichtererstattung etwas bringt, zeigt sich durch sein heutiges Statement ja gerade."

Die Hamburger wollen die meisten Protest-Statements online stellen und in ihrer kommenden Print-Ausgabe noch erweitern. Alle Leserinnen sind zudem aufgerufen, auf der Facebook-Seite der Grazia eine Petition zu unterstützen.

Den Punk-Rockerinnen müssen sich vor Gericht gegen den Vorwurf des Randalierens wehren. Sie stürmten Ende Februar die orthodoxe Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau und "beteten" für Präsident Putins baldiges politisches Ende. Zur Zeit sorgt der Prozess in Moskau für großes internationales Aufsehen.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige