Süddeutsche startet Social-Media-Aggregator

Publishing Die auf Facebook und Twitter am häufigsten verbreitete Beiträge der eigenen Webseite präsentiert sueddeutsche.de schon seit dem Relaunch im vergangenem Jahr. Nun haben die Münchner ihr Tool massiv ausgeweitet und zeigen auch die Artikel anderer Seiten mit den meisten Likes und Tweets. Darunter sind fast alle großen deutschen Nachrichtenseiten. Damit verlinkt sueddeutsche.de nun sogar auf ihrer Startseite auf direkte Konkurrenz. Chefredakteur Stefan Plöchinger hält dies für den richtigen Weg.

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Als Twitter-Facebook-Presseschau bezeichnet sueddeutsche.de ihr Angebot etwas umständlich. Wenig umständlich ist es jedoch zu finden: Auf der Startseite der Süddeutschen Zeitung sind im rechten Kasten unter den meistverbreiteten Beiträgen der eigenen Seite ab sofort auch die drei am häufigsten geteilten Werke aller in der Presseschau erfassten Seiten zu finden. Darunter findet sich ein Link zur gesamten Übersicht, die auch direkt unter sz.de/leserempfehlen erreichbar ist.

Hier können die Nutzer unter anderen die beliebtesten Beiträge von New York Times, Guardian, Washington Post und BBC finden. Aber auch deutschsprachige Angebote wie Spiegel Online, Zeit Online, taz.de, FAZ.net und Welt Online sind aufgeführt. Die Nutzer können dabei auswählen, wie lang der analysierte Zeitraum sein soll. Tag, Woche und Monat sind derzeit verfügbar.
„Viel zu selten verlinken deutsche Nachrichtenseiten auf die Konkurrenz, viel zu oft aus Faulheit oder aus Angst, dass Leser dann irgendwie untreu werden. Das ist Unsinn.“, schreibt Stefan Plöchinger, der Chefredakteur von sueddeutsche.de im SZblog zum Start des Aggregators. Seiner Meinung nach würden Seiten wie die von ihm geleitete von Links und Empfehlungen leben. „Wir sollten dafür sorgen, dass Sie als Leser guten Journalismus im Netz finden, ob bei uns oder anderswo.“, schreibt er. Die Twitter-Facebook-Presseschau soll somit als Beitrag zur Offenheit zu verstanden werden.
Das Auswertungstool sei ursprünglich als redaktionsinterne Hilfe gedacht gewesen. Man habe sich dann jedoch entschieden, es auch den Lesern zugänglich zu machen. Mit denen zusammen soll das Angebot nun ausgeweitet werden. Plöchinger schließt seinen Beitrag mit der Aufforderung an die Leser Vorschläge zur Verbesserung an ihn und die Redaktion zu richten.

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