ARD erschwimmt sich Gold-Quote

Fernsehen Der gestrige Dienstag war ein wirklich erfolgreicher Olympia-Tag – vor und hinter den Kameras. Denn während in London die Sportler Doppel-Gold, Doppel-Silber und einmal Bronze holten, deklassierte die ARD die Konkurrenz im täglichen Quoten-Wettstreit. 16 der 21 meistgesehen Sendungen beschäftigten sich mit dem Sport-Event. Erfolgreichste Nicht-Sport-Sendung war die „Tagesschau“ (Zielgruppe: 1,91 Mio.) und „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ (Zielgruppe: 1,65 Mio.).

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Der Montag im Gesamtpublikum:
Der Top-Event war das Schwimm-Staffel-Finale. Die USA mit Michael Phelps holten Gold, Deutschland verpasste knapp Bronze. Im Gesamtpublikum sahen 6,81 Millionen zu. Das reicht für einen Marktanteil von 23,1 Prozent. Das Volleyball-Duell zwischen den USA und Deutschland kam zuvor bereits auf einen Anteil von 18,4 Prozent (5,03 Mio.).
Auch RTL konnte mit „GZSZ“ und zwei „CSI Miami“-Folgen dem ARD-Erfolg kaum etwas entgegensetzten. Die erste Folge der US-Serie erreichte im Gesamtpublikum 2,71 Millionen Zuseher. Das bedeutet einen Marktanteil von 9,5 Prozent. Die zweite Folge lief eine Stunde später etwas besser. Sie wurde von 2,86 Millionen Menschen gesehen, was einen Marktanteil von 9,7 Prozent bedeutet – eigentlich eine Enttäuschung für die Kölner.
Beliebtester Wettkampf am Nachmittag war das Kunstturnen um 17.28 Uhr. 3,88 Millionen saßen zu diesem Zeitpunkt bereits vor den Fernsehern. In Marktanteilen gemessen kratzte sowohl das Reiten um 17.20 Uhr mit 27 Prozent, wie auch das Olympia-Telegramm 17.55 Uhr mit 28,8 Prozent an der 30-Prozent-Marke.

Der Montag bei den 14- bis 49-Jährigen:
Auch beim jungen Publikum fesselte das Schwimmen die Zuschauer. In der Zielgruppe sahen 2,56 Millionen zu. Auf den Plätzen im Quoten-Ranking folgen jeweils das Olympia-Telegramm um 21.10 Uhr (Zielgruppe 2,44 Mio.) und um 22.10 Uhr (2,28 Mio.).

Die CSI-Miami-Doppelfolge, mit der RTL seine Olympia-Niederlage am Dienstag eindämmen wollte, erreichte in der Zielgruppe um 20.15 Uhr 1,37 Millionen und um 21.15 1,48 Millionen. Bei den Marktanteilen bedeutet dies 13 Prozent bzw. 12,6 Prozent.
Einen Dämpfer musste Harald Glööckler verkraften. Sein Zielgruppen-Marktanteil sank auf 8 Prozent. In der Vorwoche kam die Vox-Sendung noch auf 10,3 Prozent. In der Zielgruppe reichte dies für 0,86 Millionen Zuschauer (Gesamtpublikum: 1,72 Millionen).
Mit einer gewissen Freude dürften die Verantwortlichen bei ProSieben heute auf die Quoten schauen. Ihr Plan vier Folge von „The Big Bang Theorie“ in Folge zu zeigen, ging auf. So holte die Sendung um 23.07 Uhr einen Marktanteil von 16,2 Prozent. 1,11 Millionen junge Menschen schalteten ein – genauso viele, wie um 21.41 Uhr bei „Two and a Half Men“ vor der Flimmerkiste saßen. 

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