Bild droht Ärger wegen Klum-Kinderfotos

Publishing Ihre Dienstagsausgabe machte die Bild mit der Geschichte “Heidis Ex macht Werbung mit den Kindern” auf. Darunter waren unverpixelt die Kinder von der Model-Mutter und Noch-Eheman Seal zu sehen. Am Nachmittag veröffentlichten Klums Medienanwälte ein presserechtliches Informationsschreiben. Darin erklärte die Kölner Kanzlei Höcker, dass die Berichterstattung des Springer-Blatts rechtswidrig sei. Ein dazugehöriger Leica-Werbeclip ist seit dem Mittag nicht mehr abrufbar.

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In der Mitteilung von Medienrechtler Ralf Höcker heißt es: “Die Bild-Zeitung hat die Kinder meiner Mandantin Heidi Klum heute völlig ungepixelt abgebildet. Das ist rechtswidrig, denn meine Mandantin hat niemals darin eingewilligt, dass diese Bilder irgendwo gezeigt werden – weder in einem Film, noch in einer Zeitung. Die Zustimmung beider Elternteile ist jedoch Voraussetzung dafür, dass solche Bilder gezeigt werden dürfen.”

In diesem Zug fordert der Jurist die Medien dazu auf, die "rechtswidrige Berichterstattung" der Bild-Zeitung nicht zu übernehmen und das Recht der Kinder (Anm. d. Red.: Leni (8), Johan (5) und Henry (6)) auf ihre Privatsphäre zu respektieren. “Wir gehen für Frau Klum seit Jahren konsequent gegen die Verbreitung von Bildern ihrer Kinder vor, wenn diese auf den Fotos nicht unkenntlich gemacht wurden”, heißt es in der Mitteilung weiter. “Dabei wird es auch bleiben.”
Die gezeigten Bilder stammten aus einem Werbefilm des Kameraherstellers Leica. Für einen knapp dreiminüten Film hatte der US-Sänger die gemeinsamen Kinder fotografiert. Bild veröffentlichte die Aufnahmen, auch online, offenbar in dem Wissen, dass es dafür eigentlich die Zustimmung der Mutter braucht. Erstaunlich: "Ohne Erlaubnis die minderjährigen Kinder für so etwas zu nutzen, ist äußerst fragwürdig“, zitiert das Springer-Blatt dabei einen Experten für amerikanisches Familienrecht.
Während Klum selbst die Kinder aus der Öffentlichkeit fernhielt, twitterte Seal erst vor wenigen Wochen eine gemeinsame Aufnahme mit Sohn Henry. Auf Bild.de sind die Schwarz-Weiß-Aufnahmen der Klum-Kinder weiterhin zu sehen. Der Werbeclip ist seit dem Mittag nicht mehr abrufbar, weder auf YouTube, noch auf der Videoplattform Vimeo. "Dass Leica den Film nicht mehr zeigt, entspricht der Rechtslage", erklärte Höcker gegenüber MEEDIA.

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