Wikileaks faked New-York-Times-Kolumne

Publishing Ein Beitrag eines New-York-Times-Kolumnisten über Wikileaks machte am vergangenen Wochenende die Runde. Darin verteidigte der ehemalige Chefredakteur Bill Keller augenscheinlich Wikileaks und verurteilte Sanktionen gegen die Plattform. Doch wie sich herausstellte, war der Artikel nur ein gelungener Fake. Die Enthüllungsplattform bekannte sich zu der ungewöhnlichen Aktion, auf die sogar ein New-York-Times-Kollege hereinfiel.

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Im dem Artikel mit dem Titel “Wikileaks, a Post Postscript” hieß es, dass sich der Autor in der “ungewöhnlichen Lage” sehe, die Plattform zu verteidigen. Im Social Web war der gefakte Artikel positiv aufgenommen worden. Doch die Täuschung flog erst mit Verspätung auf. Denn passend zu einem gefakten Artikel sorgte Wikileaks mit einem gefakten Twitterkonto für mehr Glaubwürdigkeit. Der Artikel selbst wirkte täuschend echt, allerdings verlinkt die Seite auf opinion-nytimes.com, anstatt auf nytimes.com.

Wikileaks bekannte sich via Twitter zu der Aktion und ernete nicht nur Lob. Nutzer sehen darin die Glaubwürdigkeit beschädigt. Es sei eine Sache, die Massen mit Informationen zu versorgen, eine andere, einen Hoax zu platzieren, schreibt ein Nutzer. Ein anderer Nutzer schreibt “Ihr verschwendet Zeit mit belanglosen Tricks. Wie wär es mit einer neuen Veröffentlichung? Seid nützlich.”

Offenbar war die Fälschung so gelungen, dass selbst NYTimes’ Nick Bilton den Link ungefragt weitertwitterte. Keller selbst war zwar bemüht, sich von der Fälschung zu distanzieren, bezeichnete die Aktion gegenüber dem Guardian allerdings als “kindischen Streich”, der bestenfalls “lahme Satire” sei.

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