Vorteilsnahme: kein Strafverfahren gegen Wulff?

Publishing Im Ermittlungsverfahren gegen Ex-Bundespräsident Christian Wulff hat die Staatsanwaltschaft Hannover offenbar bislang keine Erkenntnisse gewonnen, die eine Anklage rechtfertigen würden. Das meldet der Focus in seiner morgen erscheinenden Ausgabe. Ein "hinreichender Tatverdacht" besteht nach Informationen des Magazins bisher nicht.

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Allerdings wolle die Anklagebehörde frühestens im September entscheiden, ob sie gegen den Ex-Bundespräsidenten vorgehen wird. Auch im Verfahren gegen Wulffs Ex-Sprecher Olaf Glaeseker gibt es laut Focus zurzeit keinen hinreichenden Tatverdacht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Wulff wegen des Verdachts der Vorteilsannahme, gegen Glaeseker wegen des Verdachts der Bestechlichkeit.
Im Fall von Wulff gibt es wegen eines Urlaubs bei einem Top-Manager des Versicherungskonzerns Hannover Rück allerdings neue Vorwürfe, die erst kürzlich bekannt geworden sind. Der CDU-Politiker hatte sich seinerzeit für die Interessen der Versicherung im Bundesrat stark gemacht und sich dabei über ein Votum seines Kabinetts hinweg gesetzt.

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