Facebook-Aktie kracht auf neue Allzeittiefs

Kurssturz mit Ansage: Das weltgrößte Social Network Facebook hat bei Vorlage der Quartalszahlen heftig Prügel bezogen. Anleger straften die Aktie, die bereits im Tagesverlauf acht Prozent an Wert verloren hatte, nachbörslich mit weiteren Abschlägen von 11 Prozent ab. Facebook taumelte daraufhin auf neue Allzeittiefs unter 24 Dollar. Die Bilanz liest sich weitgehend enttäuschend: Facebook verlor 157 Millionen Dollar, die Umsätze wuchsen aber nur noch um 32 Prozent – zu wenig für die immer noch turmhohe Bewertung.

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Kurssturz mit Ansage: Das weltgrößte Social Network Facebook hat bei Vorlage der Quartalszahlen heftig Prügel bezogen. Anleger straften die Aktie, die bereits im Tagesverlauf acht Prozent an Wert verloren hatte, nachbörslich mit weiteren Abschlägen von 11 Prozent ab. Facebook taumelte daraufhin auf neue Allzeittiefs unter 24 Dollar. Die Bilanz liest sich weitgehend enttäuschend: Facebook verlor 157 Millionen Dollar, die Umsätze wuchsen aber nur noch um 32 Prozent – zu wenig für die immer noch turmhohe Bewertung. 
Neues Tiefpunkt bei Facebook an der Wall Street: Das weltgrößte Social Network konnte Anleger bei Vorlage seiner ersten Quartalszahlen seit dem Börsenlisting nicht überzeugen und wurde nachbörslich mit einem Kurssturz bestraft. Die ohnehin schon stark ansgeschlagene Facebook-Aktie brach weiter ein und fiel unter 24 Dollar auf ein neues Allzeittief zurück.
Das acht Jahre alte Internet-Unternehmen konnte für den Dreimonatszeitraum April bis Juni lediglich Umsatzzuwächse von 32 Prozent auf 1,18 Milliarden Dollar ausweisen. Das war noch das Highlight der Bilanz: Die Analystenschätzungen, die bei 1,15 Milliarden Dollar gelegen hatten, wurden damit knapp geschlagen. 992 Millionen Dollar kamen aus Werbeerlösen (plus 28 Prozent), 192 Millionen Dollar aus Zahlungen und Gebühren (wie Zynga). 
Gewinn steigt im ersten Halbjahr nur um 10 Prozent
Die Gewinnentwicklung vermochte indes damit nicht zu überzeugen. Tatsächlich verlor Facebook sogar happige 157 Millionen Dollar nach Gewinnen von 240 Millionen im Vorjahr. Ein Verlust war wegen gestiegener Personalkosten und Mitarbeiteroptionen im Rahmen des Börsengangs indes erwartet worden. 
Nach Abzug der Kosten verdiente Facebook 295 Millionen Dollar, was allerdings gerade mal drei Prozent mehr waren als im Vorjahr. Das Ergebnis entsprach 12 Cent je Aktie, die nach deutlicher Herbabstufung der konsortialführenden Banken erwartet worden waren. Im ersten Halbjahr fuhr Facebook damit nach dem Bilanzierungsstandard GAAP 582 Millionen Dollar ein – ein mageres Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreswert.
Facebook hat 955 Millionen Nutzer
Dass Wachstumsraten in diesen Dimensionen bei weitem nicht ausreichen, um die Börsenbewertung von knapp 70 Milliarden Dollar zu rechtfertigen, ist mehr als offenkundig. Auch nach dem Kurssturz wechselt die Facebook-Aktie immer noch mit einem KGV jenseits der 50 den Besitzer. 
Positive Meldungen konnte Mark Zuckerberg in seinem ersten Conference Call als CEO zumindest beim Nutzerwachstum verkünden: Die Milliardengrenze ist in greifbare Nähe gerückt. Per Ende Juni besuchten bereits 955 Millionen Menschen das soziale Netzwerk, 552 Millionen davon täglich. 543 Millionen Menschen nutzen Facebook mindestens einmal im Monat mobil.
Zuckerberg: Kein Facebook-Phone in Planung
Das wollte Mark Zuckerberg aber nicht als Hinweis verstanden wissen, dass das Social Netzwerk in absehbarer Zeit ein eigenes Smartphone, über das immer wieder Gerüchte zu hören war, auf den Markt bringen werde: "Das würde für uns keinen Sinnen machen", so der 28-jährige CEO. Trotzdem sei der Mobilfunkmarkt für Facebook "eine große Gelegenheit".
Einen Ausblick auf das laufende Geschäft verweigerte Facebook indes, machte aber deutlich, dass man bereit sei, weiter viel Geld in die Hand zu nehmen, um "Top-Talente" an sich zu binden. Die Ausgaben für Mitarbeiter würden "signifikant steigen". Bleibt abzuwarten, wie das morgen zu Handelsstart an der Wall Street ankommt. Facebook startet auf dem tiefsten Stand seit dem Börsenlisting am 17. Mai.

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