Capital punktet mit „Immobilen-Kompass“

Publishing Auch 2012 wird "Der große Immobilien-Kompass" dem Magazin Capital den besten Kiosk-Verkaufs-Wert des Jahres bescheren. Mit 20.531 Einzelverkäufen erreichte Heft 6/2012 das Doppelte der Normalwerte aus den vergangenen 12 bzw. 3 Monaten. Allerdings: In den Jahren 2009 bis 2011 übersprang die "Immobilien-Kompass"-Nummer am Kiosk sogar die 30.000er-Marke - ein klarer Rückschritt also. Ganz hinten findet sich im MEEDIA-Kiosk-Check diesmal Selbermachen - mit "Deutschlands schönste Spielhäusern".

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Einen MEEDIA-Kiosk-Check-Indexwert von über 200 gibt es nur selten. Zustande gekommen ist er im Falle Capital, weil der 12-Monats-Durchschnitt des Magazins von Ausgabe 6 um 70,4%, der 3-Monats-Durchschnitt sogar um 132,1% getoppt wurde. So erreichten drei der jüngsten vier Capital-Hefte nicht einmal die 10.000er-Marke, Nummer 6 nun aber die 20.000er-Marke.

Auf den weiteren vorderen Plätzen des Kiosk-Checks gehen vor allem an Magazine, die von Sondereffekten profitierten. So belegt Heim und Welt den zweiten Platz nicht etwa wegen des Titelthemas "Neues Drama um Prinz Philip – Königin Elizabeth weint bittere Tränen", sondern wohl eher wegen der Preissenkung von 1,60 Euro auf 1 Euro. Und die Zeitschriften Laura udn Superillu profitierten von Teilen der Auflage beigelegten CDs, bzw. DVDs.

Ohne Beilagen kamen hingegen die sommerlichen Ausgaben von Tina Koch & Back-Ideen, Ratgeber Frau und Familie und essen & trinken für jeden Tag nach vorn, auch Mein schöner Garten punktet im Sommer mit dem Thema "Willkommen im Rosenmonat!".

Ganz hinten finden sich diesmal auffällig viele Frauenzeitschriften: Mit Glamour, myself, Vogue, Brigitte und Elle belegen gleich fünf Genre-Vertreter Flop-Ten-Plätze. Sommer-Themen wie "Ihre 7 Sommer-Sachen" (Glamour) oder "Die 20 schönsten Sommer-Wochenenden" (Brigitte) änderten daran nichts. Auch der Playboy ist sehr weit hinten zu finden: Für die nackte Sängerin Loona interessieren sich offenbar ähnlich wenige Leute wie für die Musik der Frau, die vor gut zehn Jahren ihren letzten richtigen Hit hatte.

Den letzten Platz eroberte sich allerdings das Magazin Selbermachen, das offenbar nur wenige Väter unter der potenziellen Leserschaft hat. Denn: "Deutschlands schönste Spielhäuser!" bescherten der Zeitschrift den zweitschwächsten Kiosk-Verkauf seit dem Start der IVW-Heftauflagenmessung Mitte der 1990er-Jahre.

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