Zynga-Kurssturz schürt Facebook-Skepsis

Game over für Zynga: Um enorme 40 Prozent implodierten die Aktien des Anbieters von Social Games wie "Farmville" und "Mafia Wars" nach Handelsschluss. Auslöser waren Zyngas jüngste Quartalszahlen, die auf ganzer Linie enttäuschten. Statt Gewinne wie im Vorjahreszeitraum musste der einstige Social Media-Star Verluste von knapp 23 Millionen Dollar ausweisen und kassierte gleich den Ausblick fürs Gesamtjahr. Das Ergebnis machte auch Facebook zu schaffen, denn Zynga wies daraufhin, im weltgrößten Social Network immer weniger genutzt zu werden.

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Game over für Zynga: Um enorme 40 Prozent implodierten die Aktien des Anbieters von Social Games wie "Farmville" und "Mafia Wars" nach Handelsschluss. Auslöser waren Zyngas jüngste Quartalszahlen, die auf ganzer Linie enttäuschten. Statt Gewinne wie im Vorjahreszeitraum musste der einstige Social Media-Star Verluste von knapp 23 Millionen Dollar ausweisen und kassierte gleich den Ausblick fürs Gesamtjahr. Das Ergebnis machte auch Facebook zu schaffen, denn Zynga wies daraufhin, im weltgrößten Social Network immer weniger genutzt zu werden.
"Ein Deseaster" beim Apple-Quartal? Aufgebrachte (Ex-) Analysten sollten sich vielleicht einmal ansehen, was bei anderen Konzernen nach Handelsschluss passiert. Um 4 Prozent ging es für Apple heute nach der Verfehlung der Wall Street-Schätzungen nach unten – Zynga-Aktionäre bekamen indes eine Abreibung in zehnfacher Intensität zu spüren.
Um sage und schreibe 40 Prozent wurde die Zynga-Aktie im nachbörslichen Handel an der Wall Street nach unten geprügelt – ein in diesem Ausmaß bei einem mit mehreren Milliarden Dollar bewerteten Konzern lange nicht gesehenes Ausmaß, das an die schlimmsten Zeiten der geplatzten Internetblase erinnert. 
Totaler Kollaps: Zynga-Aktie verliert 80 Prozent in fünf Monaten
Das ist nun auch der Zynga-Aktie passiert: Bei gerade mal rund 3 Dollar blieb die Kurstafel am Ende des nachbörslichen Handels stehen – 10 Dollar waren es zum Börsendebüt im vergangenen Dezember gewesen, in der Spitze 15 Dollar sogar noch im März. 
In anderen Worten: In nicht mal fünf Monaten hat der Anbieter von Online-Spielen wie Farmeville oder Mafia Wars unfassbare 80 Prozent an Wert verloren – mehr als jedes anderes Social Media-Unternehmen an der Börse bisher.   
Pincus kassiert Ausblick
Auslöser des totalen Zusammenbruchs nach Handelsschluss waren die erschreckend schwachen Geschäftsdaten für das abgelaufene zweite Quartal. Verdiente Zynga im Vorjahreszeitraum noch immerhin 1,4 Millionen Dollar, so fielen nunmehr happige Verluste von 22,8 Millionen an. Analysten hatten mit einem positiven Ergebnis gerechnet. 
Auch die Umsätze enttäuschten: Die Erlöse von 332 Millionen Dollar blieben hinter den Wall Street-Erwartungen von 344 Millionen Dollar deutlich zurück. Mehr noch: Konzernchef und Unternehmensgründer Marc Pincus kassierte dann auch gleich den Ausblick aufs Gesamtjahr – statt der avisierten 23 bis 29 Cents je Aktie rechnet Zynga nun nur noch mit einem Mini-Gewinn von 4 bis 9 Cents je Anteilsschein. 
Zynga reißt Facebook in die Tiefe
Für den enttäuschenden Geschäftsverlauf machte Zynga vor allem auch die Entwicklung beim weltgrößten Social Network deutlich, durch das Zynga immer noch den Löwenanteil seiner Erlöse erzielt. Pincus  räumt ein, dass das "Umfeld im sozialen Netzwerk herausfordernder" geworden sei. Facebook-Nutzer lassen sich also inzwischen weniger in den Bann von Online-Spielen ziehen.
Für das weltgrößte Social Network sind das unmittelbar vor Bekanntgabe der eigenen Unternehmensdaten keine guten Nachrichten, schließlich erzielt Facebook inzwischen bis zu 15 Prozent seiner Erlöse durch Zynga. Anleger zogen daraufhin auch bei Facebook die Reißleine und schickten die Aktie des sozialen Netzwerks um acht Prozent nach unten.

Bei nur noch 27 Dollar notiert der Börsennovize nun wieder nahe seiner bisherigen Alltagstiefs. Heute nach Handelsschluss muss Facebooks erstmals seit dem IPO im Mai mit Vorlage der eigenen Quartalszahlen selbst vor Anlegern Farbe  bekennen.

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