Online-Chef der taz geht zur Spiegel-Gruppe

Publishing Ende des Jahres startet der Spiegel die deutsche Ausgabe des New Scientist. Das Team um Chefredakteur Lothar Kuhn nimmt mittlerweile langsam Formen an. So wechselt jetzt zumindest schon einmal Matthias Urbach, bisher Online-Chef der Berliner taz, in das Leitungsteam der neuen Wochenzeitschrift. Der 45-Jährige verlässt nach 15 Jahren die taz, bei der unter anderem auch als Umweltredakteur arbeitete. Beim New Scientist soll er das Ressort „Hard Science“ übernehmen.

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Mit dem Plan, eine wöchentliche Wissenschaftszeitung zu machen, haben sich die Hamburger vom Spiegel Verlag ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Dabei soll sich das Heft – laut einer ersten Mitteilung – an „Alle“ richten, „die sich aktuell, unterhaltsam und kritisch über die wichtigsten Trends in Wissenschaft und Technik informieren wollen.“ Der Titel soll für qualitativ anspruchsvollen Journalismus stehen „und passt daher exzellent in das Portfolio unseres Hauses“, erklärte Michael Plasse, Verlagsleiter des Manager Magazin Verlags und neben Spiegel-Geschäftsführer Ove Saffe Geschäftsführer der neuen Unternehmenstochter. "Wie die britische Ausgabe wird auch der deutsche New Scientist einen ganz eigenen Blick auf aktuelle Entwicklungen in Wissenschaft und Technik werfen und sich nicht zuletzt in Folge der wöchentlichen Erscheinungsweise deutlich von anderen Wissenschaftsmagazinen unterscheiden.“
Der britische New Scientist erscheint seit 1956 und wird von der Reed Elsevier-Tochter Reed Business Information verlegt. Die durchschnittlich verkaufte Auflage der UK-Ausgabe liegt bei rund 137.600 Exemplaren.
Urbach wird nicht die letzte Verpflichtung von Kuhn sein. Zur Zeit baut der 45-Jährige eine 20-köpfige Redaktion auf. Jedem, der wissen will, wie die Entwicklung voran geht, sei das Redaktionsblog empfohlen. Dort erklärt Kuhn in regelmäßigen Abständigen den Stand der Entwicklung.

Update:
Mittlerweile hat die taz den Job einer Ressortleitung für taz.de ausgeschrieben. „Der Bewerberin oder der Bewerber soll das taz-Onlineangebot journalistisch wie auch technisch weiter entwickeln“

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