Interesse der Deutschen an Olympia ist gering

Fernsehen Noch fehlt es den Deutschen am olympischen Feuer. Wie eine aktuelle Umfrage von Lightspeed Research ergeben hat, will sich nur rund ein Drittel (33 Prozent) der Deutschen die Olympischen Spiele auf jeden Fall anschauen. 20 Prozent werden sich die Wettkämpfe in London wohl ansehen, obwohl sie keine großen Fans sind. Als Komplett-Verweigerer outeten sich 29 Prozent der 1.407 Befragten. Vor allem am Arbeitsplatz via Internet-Live-Steam wird kaum jemand zusehen.

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Ein weiteres Ergebnis der Lightspeed-Umfrage ist, dass vor allem Männer und ältere Befragte sich auf das Sport-Event freuen. Am meisten freuen sich die Zuschauer (86 Prozent) darauf, die Wettkämpfe zu verfolgen. 60 Prozent gaben an, dass sie die Eröffnungsfeier anschauen werden. Der Fackellauf und die Schlusszeremonie sind mit 23 Prozent bzw. 40 Prozent bei weitem nicht so beliebt.
Die Spiele werden vor allem zu Hause auf dem Fernseher angesehen. Das sind keine guten Nachrichten für die Öffentlich-Rechtlichen, die in diesem Jahr so viele Wettkämpfe wie nie zuvor via Live-Stream übertragen. Dieser vor allem für Arbeitnehmer gedachte Service hat allerdings noch mit erheblichen Akzeptanz-Problemen zu kämpfen.
So ergab eine Umfrage des Branchenverbandes Bitkom, dass nur vier Prozent aller Angestellten das Event während ihrer Arbeitszeit hin und wieder online schauen werden. 95 Prozent der Arbeitnehmer werden im Netz keine Wettkämpfe am Arbeitsplatz ansehen. Der Hauptgrund: Den meisten (57 Prozent) ist es verboten, Video-Livestreams per Web zu schauen. Jeder Fünfte (20 Prozent) hat im Job gar keinen internetfähigen Rechner, zudem interessieren sich – laut Bitkom – 28 Prozent nicht für Olympia. "Arbeitnehmer sollten sich zuerst nach der Regelung in ihrem Unternehmen erkundigen, bevor sie einen Livestream starten", sagt der Arbeitsrechtsexperte des Branchenverbandes, Arne Gattermann.

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